Andachten

Andacht

Andacht 26.04.2018

26. April 2018 | Albrecht Höschele

Beine baumeln / Sprungbrett

Foto: manun | photocase.de

Alle, die dich kennen, Herr, setzen auf dich ihr Vertrauen. Du lässt niemand im Stich, der deine Nähe sucht.

Vor etwa zehn Jahren hatte ich eine Operation. Mein Großvater ist früher genau an solch einer Operation gestorben. Hatte ich da Angst? Aber natürlich! Die Zeit vor dem Eingriff war von schwankenden Gefüh­len geprägt: Wird es das Ende sein oder gibt mir Gott eine neue Chance?

Meine gute, treue Frau und Lebensgefährtin wäh­rend nahezu 48 Jahren ging mir im Tod voraus. Auch meine Mutter ist einst relativ jung gestorben. Ande­rerseits ist ihr Bruder noch mit 98 Jahren geistig gesund im Leben. Wenn ich mir länger Gedanken mache, bringt das in mir ein Wechselbad der Gefühle hervor. Plötzlich meine ich, an allen möglichen Stellen meines Körpers Beschwerden zu spüren. Dennoch sollte und will ich mich nicht unterkriegen und davon bestimmen lassen. Ich darf auch beten: Herr Jesus, hilf mir jetzt bitte, dass ich mich nicht verrückt mache. Ich habe immer wieder deine Hilfe erfahren. Danke schön, dass du mir auch jetzt nahe bist!

Eines Tages kam ein in Glaubensdingen nicht fest­gelegter Bewohner des oberen Stockwerks meines Hauses und sagte zu mir: „Ich habe den Eindruck, dass Sie mit der Situation durch Ihren Glauben ganz gut umgehen können.“ Wirklich? Woran hat er es wohl gemerkt? Und er hat recht!

Denn es gibt ein paar Dinge, die mir dabei helfen: Einerseits habe ich den Wunsch, meine persönlichen Angelegenheiten zu ordnen. Gott weiß, wie viel Zeit ich dafür noch benötige. Dann habe ich ein missiona­risches Anliegen für viele Menschen, die mir einmal begegnet sind und wieder Ermutigung im Glauben brauchen - besonders meine Verwandten und Freun­de. Und schließlich ist es obiger Bibeltext, bei dem es mir wie Schuppen von den Augen fällt: Gott lässt mich niemals im Stich!

Deshalb kann ich ruhig und getrost bei ihm Gebor­genheit erleben und will die Zusage unseres Andachts­wortes für mich zum Gebet machen, solange mein Heiland mir noch Zeit schenkt. Wir dürfen ganz auf ihn vertrauen, weil er uns nicht im Stich lässt, wenn wir ihn suchen. Deshalb können wir singen oder beten: „Meine Seele ist stille in dir, denn ich weiß: Mich hält deine starke Hand. Auch im dunklen Tal der Angst bist du da und schenkst Geborgenheit.“ (ghs 406)

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