Andachten

Andacht

Andacht 29.04.2018

29. April 2018 | Anja Lehmann

Andacht 29.04.2018

Wer eine Frau gefunden hat, der hat es gut; es ist ein Zeichen der Güte Gottes.

„Was soll das denn?“, will ich als moderner, aufgeklär­ter Mensch fragen. Ist das ein Text nur für glückliche Pärchen, ein Affront gegen Singles und Ehemänner (die werden nämlich auch nicht im Text erwähnt)? Wohl kaum. Es ist ein Text, der mich in aller Kürze darauf hinweist, dass auch meine Beziehungen ein Geschenk Gottes sind.

Natürlich kann jeder Mensch zum Gelingen seiner sozialen Kontakte beitragen. Wenn ich überhaupt keine Nähe zu anderen Menschen suche oder mich permanent abkapsle, wird es schwer sein, überhaupt Beziehungen aufzubauen. Habe ich immer nur Erwar­tungen an andere Menschen, kann ich schnell ent­täuscht werden - von bestimmten Menschen, aber auch von Beziehungen im Allgemeinen. Dann lasse ich es lieber gleich sein. Was schade wäre! Denn Gott hat Menschen sehr unterschiedlich geschaffen, und es ist bereichernd für mein Leben, wenn ich mich austau­schen und von anderen lernen kann. Diese Verschie­denheit bewirkt aber auch, dass ich nicht mit jedem gleich gut klarkomme. Und das muss ich auch nicht.

Ich glaube, dass es für jeden Menschen ein Gegen­über gibt - unabhängig davon, ob ich einen Partner habe. Meine Freundin, mein Vater oder meine Paten­tante können für mich Bezugspersonen sein. Je nach Lebenssituation und Alter verändern sich diese Bezie­hungen sicherlich, verschieben sich, werden neu. Aber ich merke, wie gut es tut, nicht allein durchs Leben zu gehen. Wenn ich also einen Menschen gefunden habe, bei dem ich frei denken, fühlen und sein kann, bin ich gesegnet. Weil ich das nicht selbst kreieren kann - bei aller Investition in Beziehungen.

Gott schenkt Momente, die Begegnungen ermög­lichen. Er schenkt Zeit und Raum, sodass wir uns bes­ser kennenlernen können und Nähe wachsen kann. Auch dass meine Beziehungen bestehen bleiben, ist Gnade - und nicht selbstverständlich. Ich möchte besonders heute dankbar sein für die Beziehungen, die ich habe. Ich möchte mir bewusst machen, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, dass diese Bezie­hungen gelingen. Ich möchte sagen: „Danke Gott, für die Menschen, die mir Freunde und Vertraute sind. Ich habe Gnade gefunden in deinen Augen!“

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