Andachten

Andacht

Andacht 05.05.2018

05. Mai 2018 | Wilfried Krause

Andacht 05.05.2018

Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind.

Mein bisheriges Leben war vor allen Dingen von erfreulichen Lebensumständen begleitet. Dafür kann ich Gott nur danken. Gesundheitlich hatte ich kaum Probleme. Dank wachsenden Wohlstands konnten wir uns weitaus mehr leisten, als zum Leben notwendig war. In einer solidarischen Großfamilie fühlen wir uns nach wie vor wohl, und ein deutscher Reisepass ist auch nicht zu verachten. Das erleben viele ganz anders.

Wie weit können wir auf den Verlauf unseres Lebens Einfluss nehmen? Meine Eltern habe ich mir nicht aussuchen können. Auch das Land nicht, in dem ich aufgewachsen bin. Als ich 14 war, hatte ich es gar nicht erst versucht, eine höhere Schulbildung anzu­streben, weil es aussichtslos erschien. Allerdings kön­nen wir unser Leben auch mitgestalten.

Ich denke an Hassan, einen 21-jährigen Afghanen. Als er im Alter von 18 Jahren als Waise nach Deutsch­land kam, hatte er noch nie eine Schule besucht und konnte kein Wort Deutsch. Im August 2016 durfte er eine Lehre beginnen. Um das zu erreichen, hat er eine Menge dazugetan und auf manches verzichtet.

Worauf kommt es nach Paulus für die Lebenden an? Was ist wirklich wichtig für ihn? Das Ziel des Lebens ist für ihn die „Ankunft des Herrn“. Er ermu­tigt uns, den Blick auf das große Ereignis der Wieder­kunft Jesu zu richten. Wer das tut, für den gewinnt schon jetzt das Leben mit dem Herrn absoluten Vor­rang. An anderer Stelle schrieb Paulus: „Wenn wir le­ben, leben wir, um dem Herrn Freude zu machen.“ (Röm 14,8 NLB) Wie können wir dem Herrn Freude bereiten? In erster Linie dadurch, dass wir ihm ver­trauen, egal, welche Voraussetzungen unser Leben mitbringt. Er freut sich darüber, wenn wir uns weni­ger Sorgen machen, dafür uns aber mehr darin üben, im Alltag mit seiner Hilfe zu rechnen. Ihm wachsen weder die Probleme in unserer Familie über den Kopf noch jene in der Firma.

Gottes Herz schlägt höher, wenn er auf Menschen trifft, die nach seinem Willen fragen und ihn auch tun wollen. Gottes Freude über Menschen, die ihn loben, ist grenzenlos. Wenn diese Haltung unser Leben be­stimmt, dann können wir mit großer Freude auf die Ankunft des Herrn warten.

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