Andachten

Andacht

Andacht 13.05.2018

13. Mai 2018 | Wilfried Ninow

Andacht 13.05.2018

Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!

Das Buch der Psalmen nimmt in der Bibel einen zen­tralen Platz ein. Sie sind gewissermaßen die Mitte der Bibel. Die Psalmen waren das Gebets- und Liederbuch Israels. Bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten wurden Psalmen rezitiert oder gesungen. Das konnte in der jüdischen Familie geschehen, beim Opfergot­tesdienst im Tempel, oder sie ersetzten das persönli­che Gebet. Jesus betete am Kreuz aus den Psalmen.

Für viele Gläubige sind die Psalmen der Bibel über Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart zu einer Quelle des Trostes geworden. Sie haben Psalmen aus­wendig gelernt und in der Not nachgesprochen, sich an die Worte geklammert und sich damit vor Gott ein­gefunden. Denken wir nur an den 23. Psalm, der mit den Worten beginnt: „Der HERR ist mein Hirte.“

Viele große Komponisten haben Psalmen der Bibel vertont. In den Psalmen öffneten die Schreiber die Ge­danken ihres Herzens und breiteten sie vor Gott aus. Die Texte tragen den Stempel der persönlichen Erfah­rung und Befindlichkeit. In den 150 Psalmen der Bibel wird mit bewegenden Worten gelobt und geklagt, ge­dankt und gezweifelt, gesungen und geschrien. Gottes große Schöpfung wird besungen, ebenso auch die Würde des Menschen beschrieben.

Die Psalmen stellen die Größe Gottes und auch die Vergänglichkeit des Menschen dar. Sie erinnerten das Volk Israel an die rettenden Taten Gottes in ihrer Geschichte. In Psalmen schütteten Menschen ihr Herz vor Gott aus, bekannten ihre Schuld und erfuhren die Vergebung. Psalmen drückten die Sehnsucht der Ge­fangenen nach Freiheit aus, ebenso auch die Freude der Pilger, als sie unterwegs zum Jerusalemer Tempel waren.

Es gibt wohl keine Lebenssituation, keine mensch­liche Empfindung und keine irdische Erscheinung, die in den Psalmen nicht in Worte gekleidet und zur Spra­che gebracht worden wäre. Das letzte Wort dieser 150 Gebete und Lieder lautet „Halleluja!“, was übersetzt „Preiset den Herrn!“ bedeutet. Ob wir, wenn alles ge­sagt, gefragt, bedacht und beschrieben ist, auch als letztes Wort ein „Halleluja“ haben?

Es ist sicher nicht einfach, aber ein lohnendes Ziel, in der Einsamkeit des Alters, in den Schmerzen der Krankheit, in den Ängsten des Lebens und Sterbens zu sagen: „Preiset den Herrn - Halleluja!“

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