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Auf dem Weg zum ultimativen Vatertag

Ein Kommentar von Klaus van Treeck

13.05.2010/KvT. Nicht zu übersehen und oft auch nicht zu überhören sind die Gruppen fröhlicher Männer jeden Alters am „Vatertag“. Mit oder ohne „Handwagen“ ziehen sie durch Straßen, über Wander- und Wirtschaftswege, mit alkoholischen Getränken versorgt und lautstark kommunizierend. Sie feiern sich selbst, ihr Geschlecht und manchmal auch ihre Rolle als Mann und Vater. Es hat den Eindruck, als ob wir Männer den Weg zur Gleichstellung mit unseren „Müttern“ und ihrem Muttertag erfolgreich gehen. Auch wenn wir uns noch nicht ganz daran gewöhnt haben, dass uns von unseren Kindern immer öfter zum Vatertag gratuliert wird. Aber gerade dann wird der Unterschied zum Muttertag sichtbar. Warum ziehen unsere „Mütter“ am Muttertag nicht fröhlich saufend und singend in Frauengruppen durch das Land? Wieso zeigen wir unserer Mama am Muttertag unsere Dankbarkeit durch (selbst gepflückte) Blumen, selbstgemalte Bilder oder andere Aufmerksamkeiten? Was hat es zu bedeuten, dass wir „Muddi“ in ihrer Wohnung besuchen und es uns mit ihr gemütlich machen? Vielleicht haben wir Männer Gleichstellung doch noch nicht ganz begriffen. Denn sonst würden wir nicht von zu Hause fliehen, uns unsere Freiheit und Männlichkeit fern von der Familie begießen. Mütter werden gefeiert – Männer feiern sich selbst. Das macht den Unterschied. Ich wünsche mir, dass der „Vatertag“ zu mehr Verantwortlichkeit in der Familie führt und uns „nahbar“, „greifbar“ für unsere Kinder macht. Dann bewegen wir uns in eine zukunftsweisende Richtung und echter Gleichstellung.


Für einen Teil der Bevölkerung hat Himmelfahrt eine spirituelle Bedeutung. Der christliche Feiertag erinnert an die sichtbare Himmelfahrt Jesu (Apostelgeschichte 1). Jesus kehrt zu seinem Vater zurück, der in den biblischen Berichten gleichermaßen fürsorgliche, verstehende, umsorgende als auch konkurrierende, versorgende und kämpferische Züge vereint. Jesus nennt ihn liebevoll und zärtlich „Abba - Papa“. Mit seiner Himmelfahrt verbindet Jesus die feste Zusage, sichtbar zurück zu kommen und uns am Ende der Weltgeschichte zu unserem „Vater“ – Gott – zurückzuführen. Männer und Frauen einen ultimativen „Vatertag“ erleben zu lassen, der die Gleichstellung zur Vollendung führt – in erfüllender Beziehung zu Gott, unserem Vater und zueinander. Dabei wird es mit Sicherheit fröhlich, lautstark und schwungvoll zugehen – eben Vatertag.

Klaus – J. van Treeck; Vater von vier erwachsenen Kindern und

Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Norddeutschland

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