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Wer reines Herzens ist, der werfe den ersten Stein


Ein Kommentar von Klaus van Treck

Unser Bundespräsident ist heute von seinem Amt zurückgetreten. Nun hat er doch noch die Konsequenzen aus der nicht enden wollenden Liste von Vorwürfen und Enthüllungen gegen seine Person und sein Verhalten gezogen. 

Zu Recht erwarten wir von unserem Staatsoberhaupt ein ethisch und moralisch hochstehendes Verhalten. Wer denkt, die Vergangenheit habe keine Bedeutung, der sieht sich wieder einmal getäuscht. Glücklich sind eben, die ein reines Herz haben, hat Jesus bereits gesagt. Das hat sich auch jetzt wieder bestätigt. Doch Hand aufs Herz – wer hat da wirklich eine weiße Weste? Glauben wir nicht alle, dass eine Hand die andere wäscht? Haben wir nicht auch die Erfahrung gemacht, dass oft nur Vitamin „B“ den Weg zum Erfolg öffnet? Was „alle“ tun, muss aber nicht zwangsläufig richtig sein. Ernsthaft frage ich mich, wer da das Recht hat, den ersten Stein auf Familie Wulff zu werfen. Und da sind echte Brocken geflogen. Ein bisschen mehr Mitmenschlichkeit und Anstand hätte manchem gut getan. 

Bleibt die spannende Frage, ob wir einen neuen Kandidaten oder eine neue Kandidatin für das höchste Amt in Deutschland finden werden. Die ethische und moralische Messlatte ist hoch aufgelegt. Doch wer ist wirklich reines Herzens? Es sind die, die um ihre Schwächen wissen und selbst darüber trauern. Denn sie sollen durch Gott getröstet werden. Diesen Trost wünsche ich Herrn Wulff und seiner Familie. Und allen, die sich nach einem reinen Herzen sehnen.

Klaus – J. van Treeck, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Norddeutschland

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