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Hilfe für traumatisierte Opfer und Helfer

29.07.2014 07:19 | APD | von Zentralredaktion

News des Adventistischen Pressedienstes

Trauma- und Resilience-Konferenz in Berlin

Berlin, 29.07.2014/APD “Menschen in Not sind die Zielgruppe von Hilfsorganisationen”, betonte die Mitarbeiterin der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, Mirjam Greilich. Vor allem die Helfer vor Ort würden tagtäglich mit Schicksalen konfrontiert, die sie tief berührten. Naturkatastrophen seien oft mit dramatischen Bildern von Zerstörung, Verletzungen und sogar Tod verbunden. Diese Bilder zu verkraften und zu verarbeiten wäre ein wichtiger Prozess in der Durchführung von Hilfsprojekten. Doch auch die Betroffenen von Katastrophen, wie Erdbeben, Überschwemmungen und Hungersnöten, litten unter den unsichtbaren Spuren eines Traumas, ergänzte Fritz Neuberg, Mediensprecher von ADRA Deutschland.

Um sich des Themas stärker anzunehmen fand im Berliner Krankenhaus “Waldfriede” eine Fachkonferenz zum Thema „Trauma und Resilience“ statt. Eingeladen hatten die Loma-Linda-University in Kalifornien/USA, die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg, das Krankenhaus “Waldfriede” in Berlin-Zehlendorf sowie die internationale Hilfsorganisation ADRA Deutschland in Weiterstadt bei Darmstadt. Alle vier Veranstalter sind in der Entwicklungszusammenarbeit tätig oder schulen Mitarbeiter von Hilfsorganisationen.

“Was ist ein ‘Trauma’?”, “Kann man sich vor einem Trauma schützen?”, “Wie können Hilfsorganisationen professionell traumatisierten Menschen in Entwicklungsländern helfen?”. Diese und andere Fragen seien während Konferenz erörtert worden, so Neuberg. Dabei habe aber auch der Entwicklungshelfer im Zentrum der Fragen gestanden: Welche Unterstützung benötigen die Helfer, wie sieht es mit ihren Bedürfnissen aus? Welche Unterstützung brauchen Helfer, die ein Trauma miterlebt haben oder selbst erleben?

Bei dieser ersten von ADRA organisierten internationalen Konferenz zur Vorbeugung und Bewältigung von Traumata bei Naturkatastrophen und humanitären Einsätzen hätten namhafte Referenten mitgewirkt, informierte Mirjam Greilich. Sprecher waren unter anderem Dr. Beverly Buckles, Dekanin der “School of Behavioral Health” (Fachbereich für psychische Gesundheit) der Loma Linda Universität, Daniel David Ntanda Nsereko, Richter des Sondertribunals für den Libanon, oder Michaela Huber, Psychologin und Psychotherapeutin sowie Supervisorin und Trainerin für Traumatherapie.

Neben Vorträgen hätten die Teilnehmer Workshops mit wissenschaftlichen Themen, wie “Resilienz in helfenden Berufen”, bis zu eher praxisorientierten Themen, wie “Kindern nach Katastrophen eine psychisch sichere und geschützte Umgebung bieten”, besuchen können. Laut Fritz Neuberg soll die “sehr positiv aufgenommene Konferenz” im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

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