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Freikirchen setzen sich für bedrohte Christen im Nahen Osten ein

26.09.2014 18:49 | APD | von Zentralredaktion

News des Adventistischen Pressedienstes

Witten, 26.09.2014/APD   Der “Höchste Rat der Protestantischen Kirchen in Syrien und im Libanon” hat sich mit einem dringenden Appell an alle Geschwisterkirchen weltweit gewandt. Führende Persönlichkeiten der im Rat vertretenen Kirchen im Nahen Osten haben sich getroffen, um über die bedrängende Situation in ihren Ländern und dem Irak zu sprechen. Neben der humanitären Katastrophe für die Menschen der gesamten Region weisen sie auch auf die Gefahr hin, dass jegliche christliche Präsenz im Nahen Osten ausgelöscht werde: “Wir rufen den Ausnahmezustand aus, um die Präsenz der Christenheit im Nahen Osten zu bewahre und ihren kompletten Untergang zu verhindern.” Ebenso seien andere religiöse und ethnische Minderheiten auf das Äußerste bedroht.

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) in Deutschland unterstreicht die Dringlichkeit dieses Appells. Sie bittet die politischen Verantwortungsträger, sich den Schrei der Verzweifelten zu Herzen zu nehmen. VEF-Präsident Ansgar Hörsting appelliert an die Verantwortlichen, hier schnell zu handeln: “Es muss etwas geschehen. Zuerst brauchen wir größere Kontingente für Flüchtlinge in Deutschland. Allein der Libanon mit seinen vier Millionen Einwohnern hat 1,5 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Es muss uns beschämen, wie kleinlich wir demgegenüber in Deutschland sind.”

Darüber hinaus nimmt er die dramatische Situation in den betroffenen Ländern in den Blick: Zugleich muss dem Morden Einhalt geboten werden. Es reicht nicht, die Verletzten zu pflegen. Der Aufruf unserer Geschwisterkirchen trifft uns hart und wir erklären uns solidarisch mit ihnen. Wir wollen nicht, dass er verhallt.” Die in der VEF vertretenen Kirchen nutzen ihre Kontakte und ihre Hilfswerke in der Region, um sich der humanitären Katastrophe im Rahmen ihrer Möglichkeiten entgegen zu stellen. Zugleich bittet Hörsting die Freikirchen und ihre Werke, ihre Anstrengungen zu vergrößern.

Schon jetzt sollte eine langfristigen Strategie bedacht werden: “Muslimische Verbände, christliche Kirchen und politische Vertreter müssen sich zusammensetzen, um an der Zukunft der Region gemeinsam mitzuwirken. Die Ereignisse könnten dort wie auch in Europa leicht dazu missbraucht werden, Muslimen grundsätzlich feindschaftlich gegenüber zu treten.”

Minderheiten zu schützen und für ihre Rechte zu kämpfen sei eines der großen Anliegen der VEF, betont Hörsting. Das sei auch deshalb der Fall, weil ihre Mitgliedskirchen selbst Erfahrungen als Minderheiten in ihrer jeweiligen Geschichte gemacht hätten.

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zehn Mitglieds- und vier Gastkirchen an. Weitere Informationen: www.vef.de

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