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Freikirchen engagiert für das Wohl von Kindern

27.11.2014 14:06 | APD | von Zentralredaktion

News des Adventistischen Pressedienstes

Stuttgart, 27.11.2014/APD   Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat die gesellschaftlichen Herausforderungen in Bezug auf das Wohl von Kindern in der Bundesrepublik in den Blick genommen. Dazu wurde am 25. November ein Fachgespräch in Stuttgart mit Vertretern aus Gesellschaft und Kirche abgehalten. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Kinder fördern – Kinder schützen“. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht, dass es in Freikirchen ein vielfältiges Engagement in dieser Hinsicht gebe.

„Uns geht es hier um die übrigen 20 Prozent“, betonte VEF-Präsident Präses Ansgar Hörsting bei der Veranstaltungseröffnung mit Bezug auf eine Umfrage, nach der 80 Prozent der Kinder in Deutschland mit ihrer Lebenssituation zufrieden seien. Staatliche Rahmenbedingungen reichten nicht, es werde auch ehrenamtliches Engagement benötigt, gab Marion von Wartenberg, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg, zu bedenken.

Uwe Hück, Betriebsratsvorsitzender und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG, richtete ein leidenschaftliches Plädoyer für Integration und Förderung von jungen Menschen an die Zuhörer. „Wer reich ist, hat eine Verpflichtung, in soziale Bereiche zu investieren“, so Hück. Unter Verweis auf das eigene Beispiel machte er deutlich, wie so etwas aussehen könne. Hück unterstütze zahlreiche soziale Initiativen, vor allem im Bereich Bildung, Sport und Integration. 2013 gründete er eine Lernstiftung. Gleichzeitig mahnte Hück auch die Vermittlung von Werten an: „Jugend braucht Werte“ und Politiker benötigten Mut dazu.

Kinder und Jugendliche ganzheitlich zu fördern in einem Umfeld, das geprägt sei von Vertrauen und gegenseitigem Respekt, wäre das Bestreben der Pfadfinderschaft „Royal Rangers“ und des Jugendwerks des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, stellte Pfadfinderleiter Peter Lehmann fest. „Dieser grundlegende Rahmen kann nur gewährleistet werden, wenn der Schutz vor Missbrauch in jeglicher Form natürlicher Teil unserer Arbeit ist.“

Nach Karin Toth, Referentin für Religionspädagogik der Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland (EmK), trage die EmK seit vielen Jahren dazu bei, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zum mündigen, selbst bestimmten und verantwortungsvollen Erwachsenen zu begleiten. Dennoch stünden Heranwachsende immer wieder in Gefahr, auf verschiedenste Weise Gewalt zu erfahren. „Gerade deshalb sind wir sehr engagiert, wenn es um Kinder und Jugendrechte, um Mitbestimmung und besonders um die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes geht“, merkte Toth an. Sie zeigte auf, dass die EmK – wie auch andere Freikirchen – sich der Missbrauchsprävention schon gewidmet hätte, bevor dies in der öffentlichen Berichterstattung zu einem großen Thema geworden sei: „Wir sensibilisieren die Mitarbeiter, um sexuellem Missbrauch vorzubeugen. Außerdem haben wir für den Notfall eine Anleitung, um schnell zum Schutz der Kinder reagieren zu können.“

Christian Rommert, Leiter des Gemeindejugendwerks des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (GJW), stellte die Kampagne „Auf dem Weg zur sicheren Gemeinde“ zum Kindes- und Jugendschutz vor, die es seit 2009 gebe. Auch Kirchengemeinden seien keine „Insel der Seligen“, da sich potentielle Täter gezielt Orte suchten, die „unsicher“ seien. Vertrauen sei in Kirchen ein hohes Gut, das auch von Tätern leicht missbraucht werden könne.

„Wir sind mittendrin“, stellte die Vizepräsidentin der VEF, Bischöfin Rosemarie Wenner, in ihrem Schlusswort fest. Alle seien gefordert, ihren Beitrag zum Wohl von Kindern und Jugendlichen zu leisten.

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und zwei Gastmitgliedskirchen an. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist seit 1993 Gastmitglied der VEF. Insgesamt zählen zu den VEF-Kirchen über 250.000 Mitglieder. Weitere Informationen: www.vef.de

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