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„Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“

06.02.2015 12:58 | APD | von Zentralredaktion

News des Adventistischen Pressedienstes

Staatssekretärin Fischbach besucht „Desert Flower Center“ im adventistischen Krankenhaus Waldfriede

Berlin, 06.02.2015/APD   Anlässlich des internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ am 6. Februar hat die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach (CDU) das „Desert Flower Center“ im Krankenhaus „Waldfriede“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Zehlendorf besucht. Als erste Einrichtung in Deutschland hat sich das Center auf die ganzheitliche Betreuung und Therapie von Frauen und Mädchen spezialisiert, die von weiblicher Genitalverstümmelung und deren Folgen betroffen sind.

Fischbach erklärte laut Bundesministerium für Gesundheit: „Genitalverstümmelungen sind Menschenrechtsverletzungen, die nicht durch kulturelle oder religiöse Traditionen zu rechtfertigen sind. Mädchen und Frauen leiden massiv unter den seelischen und körperlichen Folgen. Das Desert Flower Center Waldfriede bietet Frauen und Mädchen mit einem hochspezialisierten und kompetenten Team Hilfe und Unterstützung.“

Schätzungen zufolge seien in Deutschland rund 30.000 Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen. Neben den physischen Leiden würden im „Desert Flower Center Waldfriede“ auch die psychischen Auswirkungen dieser menschenrechtsverletzenden Praktiken behandelt. Hierfür stünden den Frauen und Mädchen Psychologinnen und Psychologen, Seelsorgerinnen und Seelsorger, ein Sozialdienst sowie Selbsthilfegruppen zur Verfügung.

Das „Desert Flower Center Waldfriede“ wurde am 11. September 2013 gegründet. Der Name geht auf das Wirken des ehemaligen Topmodels und der früheren UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie zurück, die durch ihre Biografie „Wüstenblume“ (englisch: Desert Flower) und den gleichnamigen Film weit bekannt wurde.

Das seit 1920 in Berlin-Zehlendorf bestehende Akutkrankenhaus „Waldfriede” verfügt über 160 Betten. Das Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin, umfasst die Bereiche Erste Hilfe, Innere Medizin, Anästhesie/Intensivmedizin/Schmerztherapie, Zentrum für Interdisziplinäre Intensivmedizin, Minimal-invasive Chirurgie, Endokrine- und Viszeralchirurgie, Handchirurgie, obere Extremität und Fußchirurgie, Unfallchirurgie, Zentrum für Darm- und Beckenbodenchirurgie, Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum, Gynäkologie und Geburtshilfe, Radiologie/Computertomographie, Physiotherapie sowie das Gesundzeitzentrum „PrimaVita“. Weitere Leistungen des Krankenhauses sind Ambulante Psychotherapie, Kurzzeitpflege, Sozialstation, Labormedizin, Medical Check Up und die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege. Jährlich werden etwa 14.000 Patienten stationär und 47.000 ambulant behandelt.

„Waldfriede“ ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, im Verband Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Einrichtungen Berlin-Brandenburg, im Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflegerische Dienste (EVAP) sowie Teil des weltweiten „Adventist Health System“ der Siebenten-Tags-Adventisten.

Mehr Informationen unter unter www.krankenhaus-waldfriede.de

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