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Ex-Bandenführer vermittelt Versöhnung zwischen drei Gangs in Papua-Neuguinea

27.05.2015 11:04 | APD | von Zentralredaktion

News des Adventistischen Pressedienstes

Wahroonga, NSW/Australien, 27.05.2015/APD   Ein ehemaliger Anführer einer Straßenbande, der sich kürzlich durch die Erwachsenentaufe der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten angeschlossen hat, vermittelte eine Versöhnung zwischen drei Gangs. Bei der traditionellen Aussöhnungszeremonie, an der auch Behördenvertreter der Stadt Popondetta auf Papua-Neuguinea teilnahmen, entschuldigten sich 50 Bandenmitglieder bei der Bevölkerung und versprachen ein besseres Leben zu führen.

Während vieler Jahre hätten die drei Straßenbanden bei der Kontrolle ihrer Gebiete die Bewegungsfreiheit der rund 50.000 Bewohner von Popondetta, die Hauptstadt der Provinz Oro im Südosten der Insel, eingeschränkt, schreibt die australische Kirchenzeitschrift „Adventist Record“. Die Feindseligkeiten zwischen den Banden seien von gewalttätigen Auseinandersetzungen und langanhaltendem Hass geprägt gewesen.

Sam Oivo, der ehemalige Anführer einer der Banden, habe bei Evangelisations-veranstaltungen von Jesus gehört, sich ihm zugewandt, sich taufen lassen und vergangenes Unrecht wiedergutmachen wollen, so „Adventist Record“. Deshalb habe er mit Hilfe der Adventgemeinden Popondetta und Bangoho über 50, meist junge Bandenmitglieder in seinem ehemaligen Goruta-Straßenbandenterritorium zu einer Versöhnungsveranstaltung zusammengebracht. An der Zeremonie seien auch Behördenvertreter der Stadt beteiligt gewesen. Die Mitglieder der drei Straßenbanden hätten sich dabei öffentlich für die Schwierigkeiten und Probleme entschuldigt, die sie während Jahren ihren Familien und den Bewohnern der Stadt machten. Sie verpflichteten sich, neue und bessere Beziehungen untereinander zu knüpfen. Zu den Spannungen und Gewaltausbrüchen habe maßgeblich ihr Alkoholkonsum beigetragen, sagten sie.

Für traditionelle Versöhnungszeremonien auf Papua Neuguinea seien gründliche Planung und finanzielle Mittel erforderlich, die weit über das hinausgingen, was die meisten Bandenmitglieder besessen hätten, so „Adventist Record“. Wie bei traditionellen Aussöhnungen üblich, floss auch Geld, als finanzielle Form der Wiedergutmachung. Sam Oivo habe auch den Frauen der Adventgemeinden Popondetta und Bangoho für die Zubereitung des Versöhnungsessens gedankt.

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