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Erklärung der Freikirche zur aktuellen Flüchtlingssituation

24.09.2015 22:39 | adventisten.de | von FIDCOM

Foto: pa/Gladys Chai v/Gladys Chai von der Laage

Hannover/Ostfildern, bei Stuttgart, 24.09.2015/FIDCOM. Im Nachgang zur Konferenz zur Hilfe für Kriegsflüchtlinge am 22.09.2015 in Ostfildern wurde eine Stellungnahme der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland zur aktuellen Flüchtlingssituation herausgegeben. Die Erklärung im Wortlaut:

„Im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention unterstutzt die Freikirche der Siebenten‐Tags‐Adventisten in Deutschland den Schutz von politisch Verfolgten und Kriegsfluchtlingen und deren Recht auf Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und Sozialleistungen. Die aktive Ansprache der Aufnahmebegehrenden erfolgt durch die Ortsgemeinden, fachlich und personell werden sie durch das Advent‐Wohlfahrtswerk e.V. (AWW) und ADRA Deutschland e.V. unterstützt.

Gemäß dem "Mission Statement" der Freikirche weltweit nehmen die Siebenten‐Tags‐Adventisten in Deutschland ihre christliche Verantwortung wahr, „für Menschen und Volksgruppen da zu sein, die am stärksten durch Armut, Unglück, Hoffnungslosigkeit und Krankheit betroffen sind“. Dies gilt ohne Ausnahme für alle Menschen, unabhängig von der ethnischen Herkunft, dem Geschlecht, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, dem Alter oder der sexuellen Identität.


Im Evangelium wird Gott zum Menschen. Diese Solidarität Gottes verpflichtet alle gläubigen Christen, sich ausnahmslos jedem Menschen zuzuwenden, der Hilfe braucht. Deshalb sprechen sich die Siebenten‐Tags‐ Adventisten ausdrücklich gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit aus.


Die Freikirche der Siebenten‐Tags‐Adventisten in Deutschland wird die bestehenden Strukturen des AWW und von ADRA zugunsten einer nachhaltigen Hilfe für politisch Verfolgte und Kriegsflüchtlinge nutzen und stärken. Die Freikirche stellt sich der gesellschaftlichen Herausforderung und bringt sich aktiv in die bestehenden Strukturen der Länder und Kommunen ein.

Alle Ortsgemeinden der Freikirche der Siebenten‐Tags‐Adventisten sind eingeladen


  • auf Bundes‐ und kommunaler Ebene (Stadt‐ und Landkreise) die Zusammenarbeit mit Behörden, ehrenamtlichen Initiativen und Vereinen zu suchen,
  • die Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements innerhalb der kommunalen Hilfe für Flüchtlinge zu erfragen und konkret umzusetzen,
  • ohne Berührungsängste auf Menschen in Not zuzugehen und willkommen zu heißen,
  • in Kooperation sowohl mit Partnerorganisationen als auch mit anderen christlichen Kirchen und Einrichtungen „der Stadt Bestes“ zu suchen,
  • Räumlichkeiten für Sprachkurse, Begegnungstreffen, Programme zur Kinder‐ und Freizeitgestaltung zur Verfügung zu stellen,
  • die Integration von Flüchtlingen und Migranten zu fördern,
  • Flüchtlinge, Migranten und Menschen in Not bewusst in die Fürbitte des Gebets einzuschließen.


Ein herzlicher Dank gilt allen, die bereits durch ihr ehrenamtliches Engagement Hilfe für Flüchtlinge praktizieren. Der Glaube an den wiederkommenden Christus und die Hoffnung auf eine neue Erde befähigt Christen, ihren Wohlstand und ihre Lebensqualität mit notleidenden Menschen zu teilen.“

Johannes Naether
Vorsteher Norddeutscher Verband

Rainer Wantischek
Vorsteher Süddeutscher Verband

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