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Adventisten in München gedenken der Opfer des Amoklaufs

24.07.2016 17:39 | APD | von Zentralredaktion

News des Adventistischen Pressedienstes

München, 24.07.2016/APD   Mit einem Gedenkgottesdienst für die Opfer und ihre Angehörigen haben Adventisten in München auf den Amoklauf vom Freitagabend in der bayerischen Landeshauptstadt reagiert. Am Abend des 22. Juli hatte ein 18-jähriger deutsch-iraner Schüler vor dem Olympia Einkaufszentrum in München-Moosach neun Menschen und schließlich sich selbst erschossen. Der adventistische Weltkirchenleiter Ted Wilson rief über Facebook dazu auf, für die Familien zu beten, die Angehörige verloren haben.

Die adventistische Kirchengemeinde München-Waldfrieden hat aufgrund der Bluttat ihr für den 24. Juli geplantes Jubiläumsfest zum 5-jährigen Bestehen des Familien- und Gemeindezentrums abgesagt. Stattdessen lud die Gemeinde zu einem Gedenkgottesdienst für die Opfer des Amoklaufs ein.

Pastor Miodrag Jovanovic rief in seiner Ansprache während des Gottesdienstes dazu auf, die Menschen trotz allem Bösen in der Welt nicht aufzugeben. Positiv hob Jovanovic den Einsatz der Polizei und vieler sich solidarisch zeigender Bürger hervor. Wir bräuchten ein Weltbild, das uns helfe, solche Ereignisse einzuordnen, sagte Jovanovic. Ausgehend von der Friedenszusage Jesu an seine Jünger im Johannesevangelium, Kapitel 16, Verse 29 bis 33, forderte Jovanovic die Zuhörer auf, „Boten des Trostes und der Zuversicht“ zu sein.

„Als Adventisten in Bayern wurden wir von der Bluttat des gestrigen Abends genauso überrascht wie alle anderen Bürger in München“, teilte der Präsident der regionalen adventistischen Kirchenleitung in Bayern, Pastor Wolfgang Dorn, am Tag nach dem Amoklauf mit. Die Tragik und das ausgelöste Leid für die Hinterbliebenen der Opfer seien nur schwer zu ermessen. „Bayern wird damit zum zweiten Mal innerhalb einer Woche Opfer eines Amoklaufs. Wir sind besorgt über die Entwicklung von Gewalt und Terror in unserem Land. Als Adventgläubige möchten wir durch unsere Gemeinden beitragen, dass vor allem Gotteshäuser ‚Zufluchtsorte‘ für Schwache und Leidende sind. Unsere Kirchen sollen ein ‚sicherer Ort‘ sein und Menschen Schutz und Geborgenheit in einer von Sünde und Leid betroffenen Welt bieten“, so Dorn.

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