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Europarats-Tagung würdigt Beitrag von Religionsgemeinschaften bei Integration von Migranten

07.11.2017 18:46 | APD | von Zentralredaktion

News des Adventistischen Pressedienstes

 

Europarats-Tagung würdigt Beitrag von Religionsgemeinschaften bei Integration von Migranten

 

 

Plenarsaal des Europarats
© Foto: PPCOE/Wikimedia Commons

Straßburg/Frankreich, 07.11.2017/APD   Überaus positiv wurde laut Stiftung Pro Oriente (Wien/Österreich) und CBS KULTUR INFO (Basel/Schweiz) bei einer Tagung des Europarates in Straßburg über die „Religiöse Dimension des interkulturellen Dialogs“ die Rolle der religiösen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) beurteilt. Zur Tagung stellte Tomas Bocek, Repräsentant des Generalsekretärs des Europarates für Fragen der Migration und des Flüchtlingswesens, ein Dokument zum Thema „Migranten und Flüchtlinge: Herausforderungen und Chancen“ vor.

Das Dokument analysiert die laufende Debatte über Religion und Migration. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass Religion im Zusammenhang von Migration vielfältige Dimensionen hat, vor allem, aber nicht nur, im Hinblick auf die humanitäre Hilfe. Dabei wird betont, dass die Aufwendungen einiger religiös inspirierten Organisationen in der humanitären Hilfe gleich hoch sind wie die humanitärer Organisationen „oder sie sogar übertreffen“. Ein weiterer Aspekt sei die Widerstandsfähigkeit, die Religion und Spiritualität Personen auf der Flucht verleihen. Dies helfe den Flüchtlingen, die „Last des Schmerzes“ zu tragen und könne auch die Integration erleichtern. In dieser Hinsicht gehe es darum, einen Mittelweg zwischen „exzessiver Betonung“ der religiösen Identität der Migranten und ihrer „völligen Nichtbeachtung“ zu finden.

Wesentliche Rolle religiöser Führungspersönlichkeiten

Das Dokument unterstreicht die wesentliche Rolle religiöser Führungspersönlichkeiten im Hinblick auf die Haltung von Bevölkerungen gegenüber den Flüchtlingen. Auch die Interaktion mit der Migrationspolitik der Regierungen sei wichtig, hänge aber von den „formalen und informellen Beziehungen zwischen den Behörden der einzelnen Staaten und den Religionsgemeinschaften ab“. Die „politische“ Rolle der religiösen Organisationen betreffe aber auch die Förderung der Gastfreundlichkeit, die Verurteilung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und die Hilfe für die Migranten bei den „komplexen Prozessen der Integration“ auf allen Ebenen.

Die verschiedenen Beiträge und Dokumente in englischer Sprache können heruntergeladen werden unter:

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Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!

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