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Photovoltaik auf Gemeindedächer

Warum Photovoltaik-Anlagen auf Gemeindedächer?

Hier bitte den Fragebogen "Photovoltaikanlage" aufrufen.

Photovoltaik ist in unserer Gesellschaft ein Synonym für nachhaltige Energieversorgung und bewussten Energieverbrauch. Mit keiner anderen alternativen Energietechnik wird eine vergleichbare Multiplikatorwirkung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit erreicht.

Eine Nutzung der Photovoltaik in unseren Kirchengemeinden ist daher sehr zu begrüßen:

  • Die Vorbildfunktion im Sinne der „Bewahrung der Schöpfung“ setzt ein deutliches Zeichen zur Bewusstseinsbildung in unseren Gemeinden, bei unseren Jugendlichen sowie in der Gesellschaft.
  •  Als Kirchengemeinden leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen und umweltverträglichen Energiegewinnung und -nutzung durch Photovoltaik-Anlagen bei gleichzeitiger Verringerung des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes. So werden z.B. mit dem Stromertrag einer 1-kWp-Anlage die eine Fläche von 8-10 qm beansprucht pro Jahr circa 450 kg Kohlendioxidemissionen eingespart.
  • Die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen schafft langfristige Investitionen zur Steigerung der Finanzlage der Gemeinden und der Grundstücksverwaltung.

Wie ist der derzeitige Stand und wie geht es weiter?

Es handelt sich hier um ein Kooperationsprojekt zwischen Süddeutschem Bauverein und Grundstücksverwaltung des NDV.

In Stufe 1 geht es um die Feststellung der örtlichen und technischen Gegebenheiten. Wir bitten daher alle Gemeinden, die Gebäude der Grundstücksverwaltung nutzen, um ihre Mithilfe und Ausfüllung des beiliegenden Fragebogens, um das konkrete Interesse sowie die dazugehörigen Rahmenbedingungen abfragen zu können.

Parallel finden derzeit Anbietergespräche statt. Die Konditionen stehen in Abhängigkeit vom Gesamtumfang der installierten Anlagen.

Nach Vorlage und Auswertung der Befragung soll möglichst zeitnah entschieden werden, ob und wo Photovoltaik-Anlagen errichtet werden können. Dabei ist die Wirtschaftlichkeitsprüfung des Anlagemodells von zentraler Bedeutung für die Umsetzung. Für die Finanzierung ist ein Mindestumfang an Gemeindebeteiligung erforderlich.

Wir wenden uns an Anleger, die neben ihren wirtschaftlichen Interessen auch auf Grund ihrer Schöpfungsverantwortung in ein Nachhaltigkeitsprojekt investieren wollen. Die Bereitschaft zur Beteiligung an diesem Anlagemodell wird im Fragebogen ebenfalls ermittelt.

In Stufe 2 wird eine Betreibergesellschaft die Finanzierung über Anleger-Beteiligungen der Gemeinden und  Investoren sowie durch Fremdfinanzierung zusammenstellen. Dann erfolgt die Auftragsvergabe und Errichtung der Photovoltaikanlagen.

Allgemeine Informationen zu Solarstrom und Photovoltaikanlagen:

Bei der photovoltaischen Nutzung von Sonnenenergie wird die Strahlung der Sonne mittels Solarmodulen in elektrische Energie umgewandelt. Solarzellen erzeugen dabei aus Tageslicht Gleichstrom, der von einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt wird. Dieser wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist und von den Netzbetreibern vergütet (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Für den Stromverbrauch im Haus wird Strom wie gehabt aus dem öffentlichen Netz über den Verbrauchszähler bezogen.

 TOP 10 - Fragen zur Solarstrom-Produktion:

1.        Aus welchen Komponenten besteht eine Photovoltaikanlage?

Die Grundeinheit einer Photovoltaikanlage ist das Solarmodul, in dem zahlreiche Solarzellen elektrisch verschaltet sind. Mehrere Module werden zu einem Solargenerator verbunden.

Der von den Solarzellen produzierte Gleichstrom wird über Gleichstromleitungen zum Wechselrichter geführt. Dieses Gerät wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um, der bei einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage über einen Zähler ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. In sonnenarmen Zeiten wird Strom aus dem Netz bezogen - das öffentliche Stromnetz dient so als Speicher für die Photovoltaikanlage.

 2.        Ist mein Haus für eine Photovoltaikanlage geeignet?

Die Strahlungsintensität in Deutschland ist in allen Regionen des Landes groß genug, um Photovoltaikanlagen sinnvoll zu betreiben.

Grundsätzlich können Photovoltaikanlagen überall dort installiert werden, wo ausreichend Licht hinfällt. Einen optimalen Ertrag bietet eine südorientierte Fläche mit etwa 30° Neigung. Eine Abweichung nach Südwest/Südost oder Neigungen zwischen 25° und 60° verringern den Energieertrag nur geringfügig. Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser, Giebel, Antennen u.ä. sollten vermieden werden, da sie den Stromertrag deutlich reduzieren.

3.        Was ist die sinnvolle Größe für eine Photovoltaikanlage?

Die günstigen Vergütungsbedingungen machen es empfehlenswert, die Größe der Solaranlage nicht zwangsläufig nach dem eigenen Stromverbrauch zu bemessen, sondern nach der Größe der geeigneten Dachfläche und dem vorhandenen Geldbeutel.

Eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 1.000 Watt (1 kWp) benötigt so etwa 8-10 m² Dachfläche.

 4.        Wie viel Energie produziert eine Photovoltaikanlage?

Als Faustregel gilt in unseren Breitengraden ein Energieertrag von mindestens 800 kWh pro kWp installierter Leistung der Anlage und Jahr. Schon eine 2 kWp - Photovoltaikanlage mit einer Größe von ca. 20 Quadratmetern produziert somit rd. 1600 kWh Solarstrom im Jahr.

 5.        Muss der Solarstrom ins Netz eingespeist werden?

Nein, der Strom kann auch im eigenen Haus verbraucht und nur der Überschuss ins Netz eingespeist werden. Für diese Varianten wird vom zuständigen Netzbetreiber eine Vergütung nach dem EEG gezahlt. Diese Variante ist allerdings für uns derzeit wirtschaftlich nicht sinnvoll.

 6.        Welche Montagearten sind möglich?

Photovoltaikmodule lassen sich auf nahezu allen Dachformen installieren. Zur Auswahl stehen vier Möglichkeiten der Modulmontage: Aufdachmontage, Indachmontage, Freiaufstellung und die Fassadenmontage. Bei der Wahl der Montageart spielen neben der für die Module günstigsten Ausrichtung und Neigung auch optische und architektonische Gesichtspunkte eine Rolle.

Die Montage einer Solaranlage nimmt in der Regel nicht mehr als eine Woche in Anspruch.

 7.        Wie hoch ist die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage?

Die Hersteller von Solarmodulen bieten inzwischen Leistungsgarantien zwischen 20 und 25 Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer von Photovoltaikmodulen liegt bei 30-40 Jahren. Generell ist eine Photovoltaikanlage sehr wartungs- und störungsarm.

Lediglich die Wechselrichter müssen i.d.R. nach ungefähr 10 Jahren ausgetauscht werden.

 8.        Muss eine Photovoltaikanlage baulich genehmigt werden?

Die Genehmigungspflichten regeln die jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) der Länder. Im Rahmen der Planung einer Photovoltaikanlage wird die Genehmigungspflicht bzw. Genehmigungsfreiheit im Einzelfall jeweils geprüft.

 9.        Wie teuer ist eine Photovoltaikanlage?

Im Endkundensegment bis 10 kWp Anlagengröße liegen die Systempreise für PV-Anlagen derzeit deutschlandweit bei durchschnittlich ca. 3.100 EUR/kWp. Die Preise können je nach Installationsart oder örtlichen Gegebenheiten abweichen. Bei unsere derzeitigen Vorverhandlungen konnten wir bereits einen weit günstigeren Preis aushandeln.

10.    Wie hoch ist der Betriebs- und Wartungsaufwand?

Solarstromanlagen arbeiten nahezu wartungsfrei. Die Betriebs- und Wartungskosten für Photovoltaikanlagen sind deshalb sehr gering. Staub und Schmutz auf den Solarmodulen werden i.d.R. in ausreichendem Maße durch Schnee und Regen entfernt. Besonders grobe Verschmutzungen (z.B. bei Laub und Vogelkot), die eine echte Teilbeschattung der Anlage verursachen, sollten möglichst schnell entfernt werden.

Ansprechpartner:

Thomas Röstel

Telefon0511 97177-200

Fax0511 97177-299

E-Mailthomas.roestel(at)adventisten.de


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