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Tod und Auferstehung

Der Lohn der Sünde ist der Tod. Gott aber, der allein unsterblich ist, schenkt seinen Erlösten ewiges Leben. Bis zu jenem Tag sind alle verstorbenen Menschen in einem Zustand ohne Bewusstsein. Wenn Christus, der unser Leben ist, wiederkommt, werden die auferweckten und lebenden Gerechten verherrlicht und entrückt, um ihrem Herrn zu begegnen. Das ist die erste Auferstehung. Die zweite Auferstehung, die Auferstehung der Ungerechten, geschieht tausend Jahre später. | Glaubensüberzeugungen der Siebenten-Tags-Adventisten, Nr. 26

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„Man lebt nur zweimal“

Es ist erstaunlich: Nichts ist so gewiss wie der Tod – und doch gibt es nichts, das wir Menschen so nachhaltig ignorieren, so geschickt verdrängen und mit allen denkbaren Mitteln bekämpfen. Obwohl wir um die Unerbittlichkeit von Sterben und Tod wissen, setzen wir alles daran, diesen unausweichlichen Prozess so lange wie möglich hinauszuzögern, eines Tages vielleicht sogar ganz zu überwinden.

Was veranlasst uns Menschen, der Vergänglichkeit des Lebens so hartnäckig zu trotzen, anstatt nüchtern und gelassen der Realität ins Auge zu sehen? Woher kommt die Sehnsucht nach ewigem, unvergänglichem Leben und einer leibhaftigen Auferstehung vom Tod?

Kein Mensch kann dem Tod entrinnen, ihm dauerhaft „von der Schippe springen“. Der Tod folgt dem Leben so sicher wie die Nacht dem Tag. Deshalb kommt alles darauf an, das Leben so zu führen, dass es in der Rückschau nicht als verfehlt erscheint, sein Wert durch den Tod nicht nachträglich zunichte gemacht wird.

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“, betete Mose (Psalm 90,12). Doch – was kann der Tod uns Lebende lehren? Wie beeinflusst unsere Sicht vom Sterben unser Leben hier und jetzt?

Freund oder Feind?

Manche Religionen versuchen, den ängstigenden und bedrohlichen Charakter des Todes dadurch abzumildern, dass sie ihn als Durchgangsstation zu einem neuen, besseren Leben verstehen.

Andere halten es mehr mit den asiatischen Religionen, die eine sog. „Seelenwanderung“ (Reinkarnation) lehren. Im Buddhismus hofft man, diesen ewigen Kreislauf im sog. „Nirwana“ zu beenden.

Wieder andere versuchen, direkten Kontakt mit Verstorbenen aufzunehmen, um auf okkulten Wegen die Mauer zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt zu durchbrechen (Spiritismus). All diesen Vorstellungen gemeinsam ist der Glaube an die Unzerstörbarkeit bzw. Unsterblichkeit der menschlichen „Seele“, die nach dem physischen Tod vom Körper getrennt für immer weiterexistiert.

Im Gegensatz zu diesen verbreiteten Vorstellungen versteht die Bibel den Tod als das unerbittliche, vollständige Ende des Lebens, das als Folge der Sünde die ganze Menschheit erfasst. Dennoch ist mit dem Tod nicht alles aus, denn es wird einmal eine von Gott bewirkte Auferstehung geben, genau genommen sogar zwei zeitlich getrennte Auferstehungen.

Die Ohnmacht der Todesmacht

Wendet sich der Mensch von Gott ab, so erlangt er nicht die ersehnte Freiheit, sondern gerät in die Abhängigkeit und Knechtschaft der Sünde. Insofern ist der Tod der rechtmäßige Lohn, der allen zusteht, die der Sünde dienen (Römer 6,23).

Die Trennung von seinem Schöpfer führt das Geschöpf unweigerlich in den Tod, da es ohne Gott kein Leben gibt. Die Bibel sieht im Tod also nicht einen natürlichen Teil des Lebens, einen direkten Weg zu Gott oder einen willkommenen Freund, sondern vielmehr eine lebensfeindliche und zerstörende Macht, die aufgrund der Gottesferne des Menschen existiert und uns in die völlige und dauerhafte Gottverlassenheit führt. Wer das erkennt, ruft mit Paulus aus: „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?“ (Römer 7,24) Der Tod ist somit unser Todfeind!

Die Auferstehung Jesu begründet und bestärkt die Hoffnung auf eine allgemeine Auferstehung der Toten! In den Worten des Apostels Paulus: „Nun aber ist Christus vom Tod auferweckt worden, und als der erste Auferweckte gibt er uns die Gewähr, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden. Durch einen Menschen kam der Tod. So kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung vom Tod.“ (1 Korinther 15,20f.)

Damit ist der Tod prinzipiell entmachtet, auch wenn er weiterhin alle Menschen erfasst. Schließlich ist ja auch Jesus erst gestorben und dann auferstanden. Doch gerade darin zeigt sich die Ohnmacht der Todesmacht, dass sie die Toten nicht mehr für immer in ihren Klauen festhalten kann. So dürfen wir schon heute in Erwartung unserer Auferstehung ausrufen: „Der Tod ist vernichtet! Der Sieg ist vollkommen! Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist deine Macht?“ (1 Korinther 15,54f. GNB) Christus hat dem Tod für immer die Macht genommen! (2 Timotheus 1,10)

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