Andachten

Andacht

Andacht 12.04.2018

12. April 2018 | Hans-Joachim Scheithauer

Andacht 12.04.2018

Bildnachweis: m.voigt.1982 / photocase.de

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es ist für mich beeindruckend, wie sich das „Vaterun­ser“ auf der ganzen Welt unter Christen ausgebreitet hat. Dieses Gebet hat etwas Verbindendes: Wir brin­gen an den verschiedensten Orten der Erde gemein­same Anliegen zu unserem Vater.

Dieses Gebet spricht alle wichtigen Bereiche unse­res Lebens an, ausgehend von Gott als unserem Vater, der seine Töchter und Söhne liebt; ausgehend von ihm als dem einzigen Gott, den wir als heilig und ehrwür­dig in unserem Bewusstsein haben; ausgehend von dem Wissen, dass sein Handeln deckungsgleich ist in seinem göttlichen Bereich und bei uns auf der Erde. Er ist ein liebender Vater, der für uns ist. Er lässt Nah­rung wachsen und möchte, dass wir satt werden. Wo Not aufgekommen ist durch eigenes Verschulden oder durch unsere Mitmenschen, gibt Gott uns die Kraft zu verzeihen und, wenn möglich, wieder eine stabile Beziehung aufzubauen.

Eine Aussage in dem „Mustergebet“ hat mir lange Mühe gemacht. Martin Luther und andere Übersetzer formulieren: „Und führe uns nicht in Versuchung ...“ Ich habe mich gefragt: Kann mich Gott, mein lieben­der Vater, in Versuchung führen? Wie soll das mit sei­ner Liebe zusammenpassen? In manchen Gesprächen mit Christen erfuhr ich, dass auch viele andere über diese Aussage gestolpert sind. In 2. Petrus 2,9 (Hfa) lese ich: „Gott weiß genau, wie er alle, die nach seinem Willen leben, aus Versuchungen und Gefahren rettet.“ Wie ist nun die Aussage im Vaterunser zu verstehen?

Vor einigen Jahren entdeckte ich das Vaterunser in einer Übersetzung aus dem Aramäischen. Aramäisch ist die Sprache, die Jesus sprach. Da heißt der Satz: „Führ uns, auf dass wir nicht in Versuchung fallen.“ In einer anderen Übersetzung heißt es: „Lass uns nicht in Versuchung geraten, dir untreu zu werden.“ (Hfa) Nun verstehe ich das Anliegen von Jesus. Wir dürfen bitten, dass Gott uns so führt, dass wir vor Versu­chung bewahrt werden. Wir dürfen auch bitten, dass wir vor schlimmen Folgen bewahrt bleiben und her­ausfinden aus Not, Bösem und Lebensunwürdigem, wenn uns etwas nicht gelungen ist. Denn ihm gehören Herrschaft, Macht und Ehre für alle Zeiten. Amen!

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