Andachten

Andacht

Andacht 14.04.2018

14. April 2018 | Lothar Wilhelm

Andacht 14.04.2018

Bildnachweis: nild / photocase.de

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Wir stellen oft die Frage nach dem Warum und wollen damit den Sinn hinter allem, was passiert, verstehen. Wenn etwas Sinn ergibt, können wir damit besser l eben. Wer weiß, warum und wofür etwas nötig ist, kann auch die Kraft aufbringen, etwas dafür zu tun. Menschen können nahezu alles ertragen, solange sie das Warum beantworten können.

Die Frage „Warum?“ kann sehr quälend sein, doch sie ist unausweichlich. Auch Jesus fragte: „Warum?“, und durchlebte mit dieser Frage die Gottverlassenheit der Menschen. Am Kreuz schrie er laut: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Seine Fra­ge richtete er nicht an Menschen, weil kein Mensch diese Frage beantworten kann. Die erlösende Antwort auf quälende Fragen gibt es nur bei Gott. Damit sagt uns Jesus: Gott bleibt dein Ansprechpartner, auch im Augenblick der erlebten Gottverlassenheit.

Jesus fragte Gott nicht nur: „Warum?“, sondern sagte auch: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!“ (Lk 23,46) Selbst in der Erfahrung der Gott­ferne hielt er am Vertrauen fest. Damit zeigt er uns: Wir dürfen ihm vertrauen, auch wenn wir nichts ver­stehen, wenn alles sinnlos scheint. Doch mit seiner Frage „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ und mit den anderen Worten am Kreuz lehrt uns Jesus noch mehr. Was er am Kreuz sagte, zeigt einer­seits sein Leiden und sein Gottvertrauen. Zugleich sind es aber auch Worte, die Jesus aus den Heiligen Schriften kannte. Die Frage „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ findet sich in Psalm 22,2. Der Satz „In deine Hände befehle ich meinen Geist“ steht in Psalm 31,6 und die Worte „Es ist vollbracht“ finden sich etwas abgewandelt in Psalm 22,32.

Jesus wählte am Kreuz Texte aus den Psalmen, die den gläubigen Israeliten als Gebete bekannt waren. In seiner unerträglichen Situation erinnerte sich Jesus an das, was er aus dem Wort Gottes gelernt hatte und woran er glaubte. Was er erlebte, ergab nun Sinn, denn Gottes Wort erfüllte sich in seinem Leben.

Damit lebte Jesus uns vor, wie das Wort Gottes Kraft und Trost geben kann, wenn wir es im eigenen Leben gelten lassen. Wer das Wort Gottes kennt und daran glaubt, kann erleben, wie es in seinem Leben wahr wird, selbst wenn er nicht alles versteht.

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