Andachten

Andacht

Andacht 17.04.2018

17. April 2018 | Samuel Schmidt

Andacht 17.04.2018

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

[Die Jünger sagten:] „Und wir hatten doch gehofft, er sei der erwartete Retter, der Israel befreien soll! Aber zu alledem ist heute auch schon der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist!" Da sagte Jesus zu ihnen: „Was seid ihr doch schwer von Begriff! Warum rafft ihr euch nicht endlich auf zu glauben, was die Propheten gesagt haben? Musste der versprochene Retter nicht dies alles erleiden und auf diesem Weg zu seiner Herrschaft gelangen?“

Am liebsten würde ich die Jünger schütteln, wenn ich das lese. Sie erzählen von Jesu Verurteilung, seinem Tod und davon, dass das Grab nun leer ist, ja sogar von Engeln. Sie berichten als Augenzeugen von der Pas­sionsgeschichte, dem wichtigsten Ereignis der Welt­geschichte.

Und? Freuen sie sich darüber? Nein! Sie jammern. Die Jünger erzählen von ihren Hoffnungen und Träu­men und sind gleichzeitig blind. Sie erkennen das Wunder nicht, das direkt vor ihrer Nase passiert ist. Jesus muss es ihnen erklären. Erst dann geht ihnen ein Licht auf.

Auf den ersten Blick ist es mir unbegreiflich, wie man eine derart großartige Geschichte erzählen kann und nicht in der Lage ist, das Wunder darin zu sehen. Die Jünger erzählen Jesus von ihrem Leid, dass ihr Herr und Meister gestorben und das Grab nun leer ist. Dabei erfassen sie das Wunder seiner Auferstehung nicht, obwohl sie es direkt vor Augen haben! Das ist ja fast so, als würde jemand von seinem Sechser im Lotto erzählen und dann anfangen, bitter zu weinen. Das passt einfach nicht zusammen.

Ich muss aber gestehen, dass auch ich hin und wieder blind dafür bin, was Gott in meinem Leben bewirkt. Manchmal lässt Gott schmerzhafte Ereignis­se zu, und ich merke nicht, dass sie mir zum Segen werden.

Wir sehen oft nur die Umstände, die uns wehtun, und fangen an zu jammern. Erst später erkennen wir, dass es doch gut war. Die Emmausjünger helfen uns, vor Augen zu haben: Gottes Segen begleitet uns auch im Leid. Die Jünger erkannten am Ende: „Brannte es nicht wie ein Feuer in unserem Herzen, als er unter­wegs mit uns sprach und uns den Sinn der Heiligen Schriften aufschloss?“ (Lk 24,32 GNB)

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