Andachten

Andacht

Andacht 20.05.2018

20. Mai 2018 | Roland Nickel

Andacht 20.05.2018

Da sah Jesus den Mann voller Liebe an. „Eins fehlt dir noch“, sagte er zu ihm. „Geh und verkaufe alles, was du hast, und gib das Geld den Armen, dann wirst du einen Schatz im Himmel haben. Danach komm und folge mir nach.“ Als er das hörte, verdüs-terte sich das Gesicht des Mannes, und er ging trau¬rig fort, denn er war sehr reich.

Je älter die eigenen Kinder werden, desto häufiger treffen sie eigene Entscheidungen. Wir als Eltern för­dern das natürlich. Wir möchten, dass unsere Kinder selbstständig werden, ihren Weg gehen und Verant­wortung für sich übernehmen. Aber manchmal fällt es uns auch schwer, ihre Entscheidungen zu akzeptie­ren, beispielsweise wenn es um die Berufswahl oder den Partner geht. Ganz besonders wünschen wir uns, dass sie den Weg des bzw. unseres Glaubens gehen, und sind unglücklich, wenn sie das nicht tun.

Der junge Mann aus unserem heutigen Text wollte das ewige Leben erreichen und fragte Jesus danach. Es ist großartig, wenn jemand nach Glauben und Gott fragt. Jesus hat ihm gern geantwortet und ihn einge­laden, ihm nachzufolgen, um ewig zu leben. Die Be­dingungen allerdings waren wohl für den jungen Mann nicht akzeptabel. Traurig und betroffen lehnte er das Angebot Jesu ab. Welch ein Fehler!

Aber Jesus verdammte ihn nicht. Er sah ihn „voller Liebe an“ und es war schlimm für ihn, den reichen jun­gen Mann ziehen zu lassen. Aber so ist Gott. Er res­pektiert den freien Willen des Menschen, von Anfang an. Er zwingt nicht und droht nicht, er liebt auch den, der sich gegen ihn entscheidet. Der große und all­mächtige Gott setzt sich selbst die Grenze: den freien Willen, den er dem Menschen gegeben hat. „Es ist Gott logisch nicht möglich, uns den freien Willen zu geben und trotzdem dafür zu sorgen, dass wir ihn immer in der richtigen Weise verwenden“, heißt es in einem Buch (Jim Holt, Gibt es alles oder nichts?, Kindle Pos. 1855).

Gott spricht den Menschen an, er wirbt um ihn, er lädt ihn ein. Ja, er gab sogar seinen einzigen Sohn (Joh 3,16), damit Menschen aus freien Stücken den Weg wählen, den Gott vorgesehen hat: „Komm und folge mir nach.“ Mehr kann Gott nicht tun!

Letztlich entscheidet jeder Einzelne, ob er Gottes Angebot annimmt oder nicht. Entscheiden wir uns für ihn, jeden Tag aufs Neue.

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