Andachten

Andacht

Andacht 22.05.2018

22. Mai 2018 | Manfred Böttcher

Andacht 22.05.2018

Was von allem Anfang an da war, was wir gehört haben, was wir mit eigenen Augen gesehen haben, was wir angeschaut haben und betastet haben mit unseren Händen, nämlich das Wort, das Leben bringt - davon reden wir.

Der Theologe Karl Barth hatte im vorgerückten Alter eine seiner letzten Vorlesungen vor Studenten gehal­ten. Abschließend fragte ihn der anwesende Dekan: „Welche von allen theologischen Erkenntnissen, die Sie im Laufe Ihres Lebens gewonnen haben, war für Sie die wichtigste?“ Er dachte einen Moment lang nach, lächelte und sagte den Studenten: „Die größte theologische Einsicht meines Lebens ist diese ...“, und zu aller Überraschung verwies er auf die Worte eines bekannten Kinderliedes: „Jesus liebt mich ganz ge­wiss, denn die Bibel sagt mir dies!'“

Mit dem obigen Andachtstext begann der Apostel Johannes seinen ersten Brief an die Gemeinden. Da weder Empfänger noch Grüße erwähnt werden, wird angenommen, dass es sich dabei um eine Predigt des Apostels handelt, die als Rundbrief an die Gemeinden in Kleinasien gesandt wurde.

Damals gehörten bereits viele Christen in der zwei­ten oder dritten Generation zur Gemeinde. Offen­sichtlich war in Sachen Nachfolge bei ihnen nach und nach die erste Woge der Begeisterung verebbt. Die Liebe zu Jesus und seinem Opfer - das Wichtigste im Christsein - war allmählich in den Hintergrund getre­ten. Unfreundliche Kritik hatte in der Gemeinde Ein­gang gefunden. Die offensichtlichen Defizite versuch­te man durch strengeres Beachten äußerer Formen auszugleichen. So legte man mehr Gewicht auf die Lehre als auf das Leben. Andere wiederum meinten, man müsse der christlichen Botschaft mehr intellek­tuelles Ansehen verschaffen und es den herrschenden Geistesströmungen anpassen.

Diesen Einflüssen hielt Johannes als das Wichtigs­te entgegen: Der ewige Gottessohn war als wahrer Mensch auf die Erde gekommen, um von der Macht der Sünde zu erlösen. Das ist die bleibende Grundlage für Glauben und Leben der Nachfolger von Jesus. Ellen White hat das so ausgedrückt: „Christus, der Gekreuzigte - sprecht darüber, betet darüber, singt darüber.“ (Ellen White, Im Dienst für Christus, S. 165) Wenn Jesus Christus und sein Opfer für dich im Mit­telpunkt stehen, dann ist das wahrhaftig ein Grund zur Freude und Dankbarkeit.

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