Andachten

Andacht

Andacht 06.06.2018

06. Juni 2018 | Eli Diez-Prida

Andacht 06.06.2018

Ich rate dir, ... kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen kannst.

Jahrelang freute ich mich darüber, keine Brille nötig zu haben. Später eine zu brauchen, um in der Entfer­nung scharf sehen zu können, fand ich noch erträg­lich: Lesen konnte ich ja gut ohne. Jahre später war eine Gleitsichtbrille fällig, und seit ein paar Jahren be­nötige ich sogar zwei Gleitsichtbrillen, eine davon für die Arbeit am Computer. Das ist eine Plage! Manchmal merke ich erst im Auto, dass ich noch die Arbeitsbrille trage.

Ich gebe zu: Das ist Klagen auf hohem Niveau. Es gibt weltweit geschätzte 37 Millionen blinder Men­schen, die froh wären, wenn sie mithilfe einer Brille sehen könnten. Hinzu kommen etwa 124 Millionen Sehbehinderte, die selbst mit Brille oder Kontaktlin­sen nicht mehr als 30 Prozent dessen sehen, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt.

Jährlich wird am 6. Juni, dem deutschen Sehbe­hindertentag, auf die Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam gemacht. Dankbar ist festzustellen, dass medizinische und technische Hilfen immer effektiver dazu beitragen, den Alltag Sehbehinderter zu erleich­tern.

Es gibt allerdings eine Sehbehinderung, von der besonders fromme Menschen betroffen sind: Es ist keine Erkrankung der Augen, sondern des Denkens und des Herzens. Im letzten Buch der Bibel, der Offen­barung, wird ihnen eine erschütternde Diagnose ge­stellt: Sie halten sich für reich, sind aber in Wirklich­keit bettelarm, blind und splitternackt!

Bereits in der Bergpredigt bemängelte Jesus bei diesen Superfrommen, sie würden zwar buchhalte­risch genau den zehnten Teil ihres Einkommens abgeben, in Sachen Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben jedoch erbärmlich versagen (Mt 23,23). Und der Apostel Paulus machte deutlich, dass weder theologisches Wissen, beeindruckende Reden noch großzügige Spenden eines ersetzen könnten: die Liebe (1 Kor 13,1-4).

Der Diagnose folgt in der Offenbarung die Thera­pie: Kaufe Augensalbe! Die Fähigkeit, sich so zu sehen, wie Gott einen sieht, im Nächsten den Bruder und im Feind einen von Gott geliebten Menschen zu erken­nen - das alles und noch viel mehr bewirkt einzig und allein Gott selbst durch seinen Geist. „Kaufe Augen­salbe“ bedeutet nichts anderes als: Lass dich von mir mit meiner Liebe beschenken, denn man sieht nur durch die Brille meiner Liebe gut!

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