Andachten

Andacht

Andacht 08.06.2018

08. Juni 2018 | Harald Weigt

Andacht 08.06.2018

„Ich erweise meine Güte, wem ich will. Und über wen ich mich erbarmen will, über den werde ich mich erbarmen.“

Wer Gott nicht kennt, der kann diesen Text folgender­maßen missverstehen: Gott entscheidet selbstherr­lich und willkürlich, wer einmal errettet wird und wer nicht. Da kann man sich nie sicher sein.

Die Worte bedeuten aber genau das Gegenteil: Zur Zeit des Paulus wurde Gott von den Juden angeklagt, dass er zu gnädig und damit ungerecht sei (siehe Verse 14 und 20). Schließlich waren sie das auserwählte Volk, denn Abraham, ihr Stammvater, hatte die Ver­heißung bekommen, dass alle Welt durch seine Nach­kommen - und das waren schließlich sie - gesegnet werden sollte.

Was mussten sie nun erleben? Die Heiden, also Menschen, die keine Juden waren, die Götzenanbeter, die ein unmoralisches Leben führten, wurden eingela­den, an den Gott Abrahams und an Jesus Christus, den verheißenen Messias, zu glauben. Diese unwis­senden und unreinen Menschen durften sich bekeh­ren, Vergebung erfahren und jetzt auch zum Volk Got­tes gehören?

Paulus kannte Gott. Er erinnerte sie an die Worte, mit denen Gott seine Herrlichkeit und sein Wesen offenbart hatte (siehe 2 Mo 33,19).

Gott ist ein Gott der Gnade und Barmherzigkeit. Wer das begriffen hat, kann den obigen Bibeltext so verstehen: Ich lasse mir von euch nicht vorschreiben, wem ich gnädig sein darf. Alle Menschen sind meine Geschöpfe und für alle habe ich die Tür zum ewigen Leben geöffnet. Keiner hat das Recht und die Macht, irgendeinen seiner Mitmenschen von meiner Gnade und Barmherzigkeit auszuschließen. Ich bin euch Men­schen so zugewandt wie ein Liebender. Aber meine Lie­be zwingt euch nichts auf; sie ist nicht vereinnahmend egoistisch. Ihr behaltet eure Freiheit. Ihr könnt meine Liebe annehmen und erwidern oder auch ablehnen. Jeder entscheidet für sich, ob er die Einladung anneh­men möchte, mir nachzufolgen.

Zeigt das nicht, welch einen Gott wir haben? Das Sterben von Jesus am Kreuz zeigt die Wahrheit seiner Worte.

Auch du bist in Gottes Güte und Barmherzigkeit eingeschlossen. Glaube an Gottes Liebe zu dir, fühle dich in seiner Hand geborgen und freue dich auf das große Fest, wenn Jesus wiederkommt.

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