Andachten

Andacht

Andacht 09.06.2018

09. Juni 2018 | Sylvain Romain

Andacht 09.06.2018

Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter.

Während meiner Jahre in Thailand habe ich eine re­gelrechte Reptilienphobie entwickelt. In allen Varia­tionen waren sie da, in den Reisfeldern und Wäldern, auf der Terrasse und im Garten. Allerdings lagen sie oft nur noch überfahren auf der Straße, und viele lebendige waren völlig defensive und sogar nützliche Tiere. Selbst die Kobrafamilie, die mal als Untermieter im Keller hauste, hatte mehr Angst vor uns als wir vor ihr.

Eines Tages fand jemand ein großes Ei und kochte es. Bald erschien der prächtige Kobrapapa und ver­suchte, das ungeschlüpfte Kind zu retten. Er verbrüh­te sich seine Schnauze und glitt mit seinen 1,30 Me­tern blitzartig davon. Daraufhin erschien die Mutter, gab aber bei der Rettungsaktion nicht auf: Sie tauchte immer wieder ins kochende Wasser hinein, bis sie ihren Verbrühungen erlag.

Welch eine Liebe für ein noch nicht einmal ge­schlüpftes Lebewesen - und das noch von einer der giftigsten Schlangen der Welt! Ich sinne oft über so viel Aufopferung seitens eines Tieres, das allgemein einen eher schlechten Ruf genießt. Im Garten Eden wurde es zwar „verflucht“, aber auch unsere Arbeit und manches, was mit uns Menschen zu tun hat, hat­te zu leiden.

Diese Erfahrung heilte meine Phobie. In der Bibel symbolisiert die Schlange nicht nur den Feind, son­dern auch die rettende Macht des Kreuzes (Joh 3,14­15). Und eines Tages werden wir auf der neuen Erde mit Ottern spielen. Darauf freue ich mich sehr.

Damals in Asien drehte sich meine Frau, als sie ge­rade in der Küche war, plötzlich und ohne Grund zum Kühlschrank hin. In diesem Moment schlängelte eine äußerst beeindruckende schwarze Schlange an ihr vorbei. Gott hatte sie offensichtlich beschützt.

In der Hoffnung auf die neue Erde - wie in dem obi­gen Bibeltext verheißen - wollen wir auch hier und jetzt mutig und mit Gottvertrauen das Leben gestal­ten. Lasst uns das Böse nicht fürchten, sondern wis­sen: Jesus ist unendlich stärker und er hat den Feind schon längst besiegt! „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh 16,33) „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1 Ptr 5,7)

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