Andachten

Andacht

Andacht 10.06.2018

10. Juni 2018 | Lothar Wilhelm

Andacht 10.06.2018

Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben.

Zwei unserer Enkelkinder - damals noch im Kinder­gartenalter - spielten in unserem Wohnzimmer. Der Jüngere nahm dem Älteren ein Spielzeug weg. Der fragte brav: „Und wann bekomme ich das wieder?“ Meine Frau staunte nicht schlecht, als sie die Antwort des Kleinen hörte: „Bei der Himmelfahrt!“ Er hatte im Kindergottesdienst etwas über die Verheißung der Himmelfahrt gelernt und sich wohl gemerkt, dass das nicht gleich ist, sondern irgendwann sein wird. Offen­sichtlich können auch schon Kinder das Wort Gottes zu ihrem Vorteil auslegen.

Was der Apostel Paulus an seinen Mitarbeiter Timotheus schreibt, ist ein hartes Wort: „Sie wollen Lehrer des göttlichen Gesetzes sein; aber sie wissen nicht, was sie sagen, und haben keine Ahnung von dem, worüber sie so selbstsicher ihre Behauptungen aufstellen.“ (V. 7 GNB) Es besteht immer die Gefahr, Gottes Wort zu missdeuten. Wie oft wurden schon Menschen unter Berufung auf die Heilige Schrift beschuldigt, ausgegrenzt, ja sogar verfolgt. Manchmal böswillig, häufig aber auch in bester Absicht.

Um die Heilige Schrift zu verstehen, müssen wir sie mithilfe von Jesus deuten. Wir wissen: Gott ist in seinem Wort (Joh 1,1) gegenwärtig, aber es bleibt nur sein Wort, wenn wir es im Sinne Jesu deuten. In ihm wurde Gott Mensch (V. 14), darum kann sein Wort nur mit ihm richtig gebraucht und verstanden werden. Die Bibel ist die gute Nachricht Gottes, doch sie bleibt es nur, wenn sie gemäß dem Evangelium ausgelegt wird.

Wie können wir verhindern, das Wort Gottes für unsere Zwecke auszulegen, so wie es mein Enkel ver­mutlich unwissend getan hat? Die „Hauptsumme“ der Lehre Jesu ist Liebe (1 Tim 1,5 EB). Damit kann ich überprüfen, ob das, was ich tun will, „aus einem rei­nen Herzen, einem guten Gewissen und einem auf­richtigen Glauben kommt“ (V. 5 GNB). Ich suche die Gesinnung Christi: Wahrheit und Liebe. So kann ich fragen: Ist meine Rede wahr? Bin ich ehrlich? Ist das, was ich vorhabe, richtig? Und ist es liebevoll? Ist es gut, hilfreich und wohltuend? Das sind zwar einfache Fragen. Die Antworten werden aber darüber entschei­den, ob meine Schlussfolgerungen der Gesinnung Jesu entsprechen.

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