Andachten

Andacht

Andacht 11.06.2018

11. Juni 2018 | Jessica Schultka

Andacht 11.06.2018

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

Ich war mit dem Fahrrad unterwegs, als es anfing, in Strömen zu regnen. Natürlich hatte ich keine Regen­jacke dabei und kam wie ein begossener Pudel bei mei­nem Termin an. Gerade wieder trocken geworden, machte ich mich auf den Rückweg, als es anfing zu hageln. Schon wieder wurde ich völlig durchnässt. Meine Laune hatte ihren Tagestiefpunkt erreicht.

Ein paar Tage später regnete es wieder wie aus Eimern. Erneut war ich mit dem Fahrrad unterwegs. Diesmal war aber etwas anders: Ich trug ein Regen­cape. Zugegeben - auch mit Cape macht mir Regen keinen Spaß, aber so komme ich wenigstens trocken ans Ziel.

So etwas Ähnliches - stelle ich mir vor - hat der Psalmschreiber erlebt. Er beschreibt Gott als „Schirm“ und „Schatten“, also als Schutz gegen Regen, Hagel, Schnee und Sonne. Sicher ist auch er nicht immer verschont geblieben von den Stürmen und Unwettern des Lebens. Er schreibt aber dennoch von seinem „Regen­cape“: von Gott, der ihn schützt. Durch ihn kann er diesen Naturgewalten trotzen und sicher hindurchge­hen. Sie machen ihm keine Angst mehr oder erschüt­tern ihn, denn er hat ein „Regencape“, das ihn be­wahrt. Genauso, wie ich durch den Regen fahren konnte und trotzdem geschützt war, so durfte der Psalmschreiber sicher sein, dass er trotz aller Schwie­rigkeiten auf Gott vertrauen konnte.

Wie kam er zu dieser Überzeugung? Im Gegensatz zu meinem sichtbaren und fühlbaren Regencape ist Gott für uns meist unsichtbar. Wenn es dann auch noch anfängt zu „regnen“ - also wenn wir im Leben Dinge erleben, die uns erschüttern, traurig oder mut­los machen -, dann fragen wir doch, wo Gott ist und warum er gerade jetzt nicht eingreift. Und wenn wir schon durchnässt nach Hause kommen, gibt es zur Krönung noch einen Hagelschauer auf dem Rückweg!

Der Schreiber hat eine Lösung gefunden: Vertrau­en. Er hofft und vertraut auf Gott. Wer so von ihm re­den kann, hat erlebt: Gott ist gleichzeitig Regencape, Burg und Schutz. Dieses Vertrauen hilft, durch Regen, Hagel und Mittagssonne zu kommen, ohne Schaden zu nehmen.

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