Andachten

Andacht

Andacht 12.06.2018

12. Juni 2018 | Josef Butscher

Andacht 12.06.2018

Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.

Wir sagen nach einem Konzertbesuch: „Die Darbie­tung war herrlich!“ Wir nehmen ein Bad und finden es „herrlich“. Wir werden nach dem Urlaubswetter ge­fragt und antworten: „Herrlich!“

Die Worte „herrlich“ und „Herrlichkeit“ werden ziemlich inflationär gebraucht. Auf jeden Fall sollen sie etwas Besonderes, Außergewöhnliches, Heraus­ragendes beschreiben.

Ich lese schon viele Jahre in der Bibel, aber erst kürzlich ist mir aufgefallen, dass Gott als „Vater der Herrlichkeit“ bezeichnet wird, was ja bedeutet, dass alle Herrlichkeit in ihm ihren Ursprung hat. In Apos­telgeschichte 7,2 gebraucht Stephanus die Redewen­dung „Gott der Herrlichkeit“ und in 2. Petrus 1,17 spricht Petrus von Gott als „der großen Herrlichkeit“. Das lässt aufhorchen und macht klar, dass das Wort und die Sache der Herrlichkeit in erster Linie auf Gott-Vater zu beziehen sind und natürlich auch auf Jesus Christus, von dem Johannes berichtet: „Wir sahen seine Herrlichkeit.“ (Joh 1,14) Diese Herrlichkeit war schon im Leben Jesu auf der Erde zu erkennen und bezieht sich erst recht auf den erhöhten und wieder­kommenden Herrn (siehe Joh 17,5; 1 Ptr 4,13). Herr­lichkeit ist die Ausstrahlung der Gottheit. Sie ist der tief hinterlassene Eindruck, wenn wir Gott begegnet sind.

Dann habe ich noch etwas Überraschendes ent­deckt. In Johannes 17,10 sagt Jesus von seinen Nach­folgern: „Ich bin in ihnen verherrlicht.“ Und im selben Kapitel, Vers 22, steht: „Ich habe ihnen die Herrlich­keit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind.“

Das löste in mir die Fragen aus: Wie ist das bei mir? Sehen Menschen die Herrlichkeit Jesu überhaupt in mir? Und wie steht es mit seiner Kirche, die auch heute immer wieder zur Einheit ermahnt wird? Wird womöglich im persönlichen Bereich und im Leben der Gemeinde Gottes vergessen, dass alles Bemühen um Einheit und um das Weitergeben der Botschaft Jesu scheitern muss, wenn es an Herrlichkeit mangelt? Woran liegt es, wenn sie von anderen Dingen über­deckt wird?

Herr, sorge du dafür, dass deine Herrlichkeit in dieser Welt noch deutlicher sichtbar wird!

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