Andachten

Andacht

Andacht 14.06.2018

14. Juni 2018 | Heinz-Ewald Gattmann

Andacht 14.06.2018

Ein paar Tage später machte der jüngere Sohn seinen Anteil zu Geld und wanderte in ein fernes Land aus.

Als ihm das Leben zu belastend wird, sucht Hape Kerkeling nach einem Ausweg. Er gönnt sich eine Auszeit und wandert den Jakobsweg, um sich selbst zu finden. Das ist offensichtlich eine anstrengende und schweiß­treibende Angelegenheit, wie man in seinem Buch Ich bin dann mal weg nachlesen kann.

Viele Menschen leben diesen Buchtitel aus, wenn es um ihre Beziehung zu Gott geht: sich auf und davon machen, den antiquierten Glauben hinter sich lassen, modern sein, nur nichts mit Kirche und Bibel zu tun haben wollen. Doch auf dem Jakobsweg erlebt Hape Kerkeling etwas Überraschendes: Er findet nicht nur zu sich selbst, sondern spürt auch, wie sich der alte Gott ihm in den Weg stellt und ihn mit nachdenkens­werten Fragen konfrontiert.

Damit sind wir bei einer bedeutenden Tatsache: „Ich bin dann mal weg“ funktioniert mit Gott nicht. Er findet sich nicht damit ab, dass Menschen sich „aus dem Staub machen“ und den Kontakt zu ihm einstel­len. Zu wichtig sind sie ihm, denn Jesus hat für jeden von ihnen sein Leben gelassen. Aus diesem Grund wartet Gott auf Zeit und Gelegenheit, sich dem Menschen in den Weg zu stellen.

Elihu formuliert als Gesprächspartner Hiobs, dass Gott sich zwei- oder dreimal um jeden Menschen kümmert, „um ihn vor dem Tode zu bewahren und ihm die Lebensfreude zu erhalten“ (Hiob 33,29-30 Hfa). Und Jesus erzählt im Gleichnis, wie der alte Vater seinem ankommenden Sohn entgegenläuft - ein für einen Juden damaliger Zeit ziemlich anstößiges Verhalten. Doch so ist Gott!

Es tut immer weh, wenn man sieht, wie die eigenen Kinder, der Ehepartner oder liebe Freunde ihre Bezie­hung zu Gott lösen. Die Gründe sind individuell und sehr unterschiedlich: Mancher braucht Zeit, um sich das persönlich anzueignen, was er von seinen Vätern und Müttern als Glaubensgut ererbt hat, andere sind verletzt oder haben - wie der Sohn im Gleichnis - eigene Vorstellungen von ihrer Selbstverwirklichung. Doch jeder, der unter dem Glaubensverlust eines an­deren leidet, darf wissen: Gott überlässt hier nieman­den sich selbst. Bei passender Gelegenheit tritt er in das Leben eines Menschen und lädt zu einer neuen Beziehung ein, denn ein bloßes „Ich bin dann mal weg“ akzeptiert Gott nicht.

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