Andachten

Andacht

Andacht 16.06.2018

16. Juni 2018 | Holger Teubert

Andacht 16.06.2018

Der Menschensohn ist gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten.

Auf eine außergewöhnliche Idee kam der Leiter einer öffentlichen Bibliothek in Detroit im US-Bundesstaat Michigan, um säumige Nutzer dazu zu bewegen, längst überfällige Bücher zurückzubringen: Er verfüg­te eine einwöchige „Amnestie“ und verzichtete auf die Bezahlung der Säumnisgebühren von zehn Cent pro überfälligen Tag. Und tatsächlich, zu Wochenbeginn wurden 93 Bücher abgeliefert, deren Rückgabedatum lange Zeit zurücklag - ein Drittel mehr als sonst. Unter den wiederaufgetauchten Werken befand sich ein Sachbuch über Buchhaltung, das offensichtlich mehreren Generationen gedient hatte. Es war vor 63 Jahren ausgeliehen worden!

Der Erfolg gab dem Leiter recht. Damit war beiden Seiten gedient. Die Bibliothek bekam ihre Bücher zurück und die säumigen Ausleiher konnten ihr Ge­wissen erleichtern und brauchten keine Nachzahlung zu fürchten. Diese hätte bei dem Sachbuch über Buch­haltung immerhin rund 2300 US-Dollar betragen!

Ähnlich handelt Gott. Er bietet uns ebenfalls einen Straferlass an. Wie lange dieser gilt, wird uns nicht mitgeteilt. Die Bibel spricht lediglich von einem „Heu­te“: „Ermahnt euch gegenseitig jeden Tag, solange je­nes ,Heute‘ gilt, damit niemand von euch dem Betrug der Sünde erliegt und sich dem Ruf dieser Stimme ver­schließt.“ (Hbr 3,13 GNB) Denn kein Mensch weiß, wie viel Zeit er noch vor sich hat.

So wie der Bibliothekar seine Bücher suchte und auf die Strafgebühren verzichtete, so sucht uns auch Christus. Auch er möchte uns nicht bestrafen, son­dern retten. Dabei geht es jedoch nicht um Geld oder um ein schlechtes Gewissen, sondern um uns selbst.

In der Bibel lesen wir: „Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.“ (Röm 3,10) Wenn wir ehrlich sind, werden wir wie der Apostel Paulus bekennen müssen: „Obwohl es mir nicht am Wollen fehlt, bringe ich es nicht zustande, das Richtige zu tun.“ (Röm 7,18 NGÜ) Da wir bei Gott eine schlechte Tat nicht mit einer guten ausgleichen können, sind wir verloren. Doch hat Christus bereits durch seinen Kreuzestod für alle unsere Verfehlungen bezahlt. Es ist meine Entscheidung, ob ich bereit bin, Schuld gegen Leben zu tauschen. Noch gilt die Amnestie Gottes. Nutzen wir sie, solange wir sie haben.

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