Andachten

Andacht

Andacht 02.07.2018

02. Juli 2018 | Daniel Wildemann

Andacht 02.07.2018

Denn so spricht der HERR zu denen in Juda und zu Jerusalem: Pflüget ein Neues und säet nicht unter die Dornen!

Jeremia stellte seinen Hörern ein Bild vor Augen. Es war schlicht und revolutionär zugleich: Wer einen Neuanfang sucht, muss zuvor beseitigen, was ihn daran hindert. Das ist so schlicht, dass es fast banal klingt. Revolutionär ist es, da es von der Freiheit erzählt, Neues zu wagen. Der Mensch kann neu beginnen, er muss nicht fortsetzen, was ihn im Leben hin-dert.
Wären da nur nicht diese „Dornen“, die Dinge um mich herum, äußere Umstände, Zwänge und Vorgaben, denen ich mich ausgesetzt sehe und unter denen es von Anfang an kaum Erfolgsaussichten gibt. Ein Neuanfang ist aber auch unter den schwersten Bedingungen möglich. Es mag länger dauern bis zum Durchbruch der ersten Frucht, doch lohnt es sich, der inneren Erkenntnis und Sehnsucht zu folgen.
Martin Buber übersetzte den obigen Bibeltext mit „erackert euch einen Acker“. Im eigenen Leben umzupflügen und Voraussetzungen zu schaffen, die Frucht bringen, ist mit Mühe, mitunter auch mit Schmerzen und schwierigen Entscheidungen verbunden. Das klingt anstrengend und ist es auch.
Jesus muss Jeremias Worte vor Augen gehabt haben, als er sein Gleichnis vom Sämann erzählte: „Der von Disteln überwucherte Boden entspricht den Menschen, die zwar die Botschaft hören, aber die Sorgen des Alltags, die Verführung durch den Wohlstand und die Gier nach all den Dingen dieses Lebens ersticken Gottes Botschaft, so dass keine Frucht wachsen kann.“ (Mk 4,18-19 Hfa) Die Erkenntnis mag zwar da sein, allein die Umsetzung fehlt, auf die es aber ankommt: „Gefühl ohne Handlung ist der Ruin der Seele.“ (Edward Abbey)
Das Gute wird von vielen Seiten bedroht. Nicht immer von schädlichen Dingen. Manchmal sind es ja gerade die Dinge, die ich gutheiße und von denen ich überzeugt bin: „Das Gute ist der Feind des Besten.“ Nicht so einfach - es geht also um Prioritäten. Was hat Vorrang in meinem Leben? Falsche Voraussetzungen können die besten Absichten vereiteln. Dann baue ich auf einem brüchigen Fundament Paläste und versuche ein „richtiges Leben im falschen“ (Theodor Adorno) zu führen. Dornen können mein Gelingen verhindern, doch möchte ich heute mit Gottes Hilfe ein Neues säen!

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