Andachten

Andacht

Andacht 09.07.2018

09. Juli 2018 | Günther Hampel

Andacht 09.07.2018

Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren.

Paulus blickt dankbar auf das zurück, was Gott an ihm getan hat. Um seine Empfindungen in Bezug auf die Barmherzigkeit Gottes zu beschreiben, benutzt er ein Wort für „Dank“, das in der Bibel nur selten vorkommt. Es kennzeichnet eine ständige innere Hal-tung und hat nichts mit spontanen Dankesbekundungen zu tun, die jeweils konkrete Anlässe brauchen.
Worin sieht der Apostel den Grund zu dieser immerwährenden Dankbarkeit? Offensichtlich in der Erfahrung: „Christus hat mich erwählt!“ Das war keine Wahl, die auf irgendwelchen Verdiensten beruhte. Sie erfolgte sogar gegen jeden Augenschein. Kein Verantwortlicher der damaligen Christengemeinde wäre auf die wahnwitzige Idee gekommen, ausgerechnet den Christenverfolger Saulus von Tarsus in den Dienst der Evangeliumsverkündigung zu berufen. Wie anstößig und unbegreiflich muss das für die Gläubigen gewesen sein! Aber Jesus sah tiefer und entschied sich gerade für diesen Mann - so, wie er sich wider Erwarten auch für uns entschieden hat!
In der Wendung „und für treu erachtet“ schwingt noch nach Jahrzehnten das Staunen des Apostels mit. Jesus hatte Saulus nicht nur vergeben, sondern vertraute diesem ehemaligen Verfolger der Gläubigen offensichtlich bedingungslos.
Wir haben in dieser Hinsicht meist Schwierigkeiten. Als Christen sind wir zwar (hoffentlich!) zur Vergebung bereit, wenn wir enttäuscht, verletzt oder angefeindet wurden, aber bleibt nicht doch oft ein gewisses Misstrauen zurück? Schuld zu vergeben ist das eine; ohne Vorbehalte mit dem Betreffenden neu anzufangen das andere - wohl auch Schwierigere. Jesus konnte das und hat es häufig praktiziert - mit Petrus, mit Paulus und mit uns.
Paulus schrieb: „Christus hat mich stark gemacht!“ Der natürliche Mensch sagt angesichts seiner Leistung: „Schaut, was ich erreicht und geleistet habe!“ Der geistliche Mensch sieht sein Tun aus einer völlig anderen Perspektive und sagt: „Seht, wozu mich Jesus Christus befähigt hat.“

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