Andachten

Andacht

Andacht 15.07.2018

15. Juli 2018 | Gerhard Mellert

Andacht 15.07.2018

Das alles ist Gottes Werk. Er hat uns durch Christus mit sich selbst versöhnt und hat uns den Dienst der Versöhnung übertragen.

Wenn ich mich im Spiegel betrachte, sehe ich Dinge an mir, die mir und auch Gott nicht gefallen. Aber anstatt damit zu Jesus zu gehen und sie mir vergeben zu lassen, decke ich ganz viel Make-up darüber, um die Schwachstellen unsichtbar zu machen. Manchmal zeige ich auch mit dem Finger auf andere, weil ich meine Schwäche bei ihnen feststelle. Das ist aber ein reines Ablenkungsmanöver.
Sollte das, was Jesus für mich getan hat, nicht etwas ändern? Ist es nicht an der Zeit, dass ich die Schminke weglasse und Jesus zeige, wie ich wirklich bin? Er weiß es sowieso. Aber er wird mir nicht helfen, solange ich ihn nicht an die Schwächen heranlasse.
Ich will mir notieren, was ich vor Jesus offenlegen will, für diese Dinge beten, Jesus um Vergebung bitten und ihn dann machen lassen. Und wenn ich wieder in Versuchung komme, mir ganz viel Abdeckcreme auf meine dunklen Stellen zu schmieren, dann denke ich an Jesus, der mir vergeben und die Kraft schenken will, meine Schwächen zu überwinden und mich mit seiner Hilfe zu verändern.
Ich denke auch an Menschen, denen ich nur schwer vergeben kann, weil sie mir wehgetan haben. Manche wissen gar nichts davon. Doch mein Gedächtnis ist gut. Es reagiert sofort, wenn wieder jemand etwas zu mir sagt, das mir nicht gefällt. Kann ich so weitermachen, obwohl mich Jesus etwas ganz anderes lehrt?
Gott hat seinen Sohn an meiner Stelle sterben lassen, weil er sich mit mir versöhnen will. Darf ich mir anmaßen, jemandem die Vergebung zu verweigern, die Gott schon längst gewährt hat? Wer bin ich, dass ich meine Verletzungen im Glasschrank ausstelle, wo doch Gott selbst alle Erinnerungen an mein Fehlverhalten über Bord wirft?
Ich möchte mir an diesem Sabbat Zeit nehmen, für die Menschen zu beten, die ich auf meiner „roten Liste“ führe. Ich will für mich beten, dass ich die Kraft bekomme, ihnen von Herzen zu vergeben. Ich weiß, dass dies ein langwieriger Prozess ist. Aber jeder Tag ist ein guter Anfang, um in meinem Leben etwas zu verändern, Versöhnung zu leben und Vergebung zu praktizieren, weil der Tod Jesu Rettung bedeutet.

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