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Andacht

Andacht 21.07.2018

21. Juli 2018 | Reinhold Paul

Andacht 21.07.2018

Jerusalem, Jerusalem ... Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!

Auf einem Bauernhof scharrte eine Schar Hühner nach Futter. Da tauchte ganz plötzlich am Himmel ein Habicht auf. Der Hahn stieß einen Warnschrei aus und versuchte, sich mit seinem Hühnervolk irgendwo zu verbergen. Nur eine Henne konnte nicht folgen, weil sie unter ihren Flügeln ihre Küken hatte.
Der Habicht stieß auf sie herab, aber er rechnete nicht mit dem Mut der Glucke. Sie schrie und hackte nach allen Seiten. Dabei durfte sie unter ihren Flügeln ihre Kinder nicht treten. Mit seinen scharfen Krallen und dem Schnabel setzte ihr der Raubvogel hart zu. Aber sie verteidigte heldenhaft ihre Kinder, bis durch ihr Geschrei Menschen herbeieilten und der Habicht fliehen musste.
Was Jesus uns im heutigen Andachtswort sagen wollte, erinnert uns an dieses Geschehen. Aber hier geht es um etwas ganz, ganz anderes: Die Stadt Jerusalem mit ihren Bewohnern - das waren die „Küken“, die sich in größter Gefahr vor dem Gericht, dem „römischen Raubvogel“, befanden.
Jesus aber war gekommen, um wie eine Henne die Bewohner von Jerusalem unter ihren Flügeln zu sammeln und zu schützen. Die Bewohner aber verhielten sich ganz widernatürlich im Vergleich zu Küken. Sie lehnten Jesus ab, wollten nichts von ihm wissen und kreuzigten ihn dann sogar.
Darum musste Jesus ihnen sagen: „Siehe, euer Haus [Tempel] soll euch wüst gelassen werden.“ (Mt 23,38) Im Jahr 70 zog der römische Raubvogel mit seinen Truppen heran und erfüllte diese Voraussage von Jesus buchstäblich. Bis heute wurde der Tempel in Jerusalem nicht wieder aufgebaut und es wird auch in Zukunft nicht geschehen.
Jesus kleidete seine Verkündigung sehr oft in Bilder oder Gleichnisse, so auch hier im Andachtswort. Wie wollen wir uns verhalten? Wollen wir wie die Küken sein, die sich schützend unter den Fittichen der Glucke bergen, oder wollen wir Jerusalem und seinen Bewohnern gleichen?
Paulus schreibt: „Was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben.“ (Röm 15,4) Heiland, hilf uns, aus dieser Andacht das zu lernen, was du zu unserem Heil vorgesehen hast!

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