Andachten

Andacht

Andacht 22.08.2018

22. August 2018 | Albrecht Höschele

Andacht 22.08.2018

Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille.

Bei früheren Fahrten nach England nahm ich von Calais nach Dover gerne das „Hovercraft“, ein riesiges Luftkissenboot, um nebst Pkw ruhig und schnell das andere Ufer zu erreichen. Der heutige Bibeltext erinnert mich dagegen an ein Schiff, auf dem die Passagiere durch einen tobenden Sturm durcheinandergewirbelt wurden. Besorgt eilte ihr Reiseleiter über das wassergepeitschte Deck zum Kapitän - konnte sich aber in dem lauten Getöse kein Gehör verschaffen. Da lächelte jener ihm zu, und er kam in seine Gruppe zurück mit der Botschaft: „Habt keine Angst! Ich sah den Kapitän - und der hat gelächelt.“
In der Situation seiner Jünger, welche der Bibeltext beschreibt, lernen wir Jesus besser kennen: Der Schöpfer kann es sich leisten, während eines Sturmes auszuruhen. Abrupt durch das Schreien der Jünger geweckt gebietet er aber dem Sturm alsbald Ruhe. So wird das, was geschah, auch zum Vertrauenstest seiner Freunde. „Warum seid ihr so ängstlich?“, fragt er sie. „Habt ihr immer noch keinen Glauben?“ (Mk 4,40 NLB)
Auch in unserem Lebensalltag geht es oft stürmisch zu: Ganz plötzlich passiert ein Unfall, die Waschmaschine geht kaputt, auf dem Konto herrscht Ebbe, ein Arztbesuch führt zum Krankenhausaufenthalt. Hilft mir Gott?
Corrie ten Boom, die während des Dritten Reichs durch schlimmste „Stürme“ hindurchmusste, schrieb später: „Um zu wissen, was ein Anker ist, braucht es einen Sturm.“ Denn sie hatte den Anker gefunden, der wirklich hält. Und ich meine, dass sich die Furcht der Freunde im Boot in erstaunte „Gottesfurcht“ gewandelt hat (V. 41). Vielleicht wurde ihnen erst dadurch so richtig bewusst, mit wem sie im Boot unterwegs waren.
Geht das nicht vielen so - bis in unsere Zeit hinein? Durch Lebensstürme aller Art halten die Menschen Ausschau nach dem sicheren Anker. Jesus kann und möchte so ein Anker für uns sein - im Leben wie im Sterben. Wenn wir ihm vertrauen, brauchen wir nicht mehr in Panik zu geraten, wenn es stürmisch wird. Denn durch seine Macht ist er uns ganz nah und hält uns fest. Diese Erfahrung wünsche ich dir!

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