Andachten

Andacht

Andacht 24.07.2018

24. Juli 2018 | Albrecht Höschele

Andacht 24.07.2018

Und als er [Jesus] in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Glas mit unverfälschtem und kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Glas und goss es auf sein Haupt.

Kennst du Situationen, in denen man sich mit der Sprache nicht raus traut? Zum Beispiel wenn jemand den Chef um eine Gehaltserhöhung bitten oder als junger Mann ein hübsches Mädchen ansprechen möchte? Oder wenn man jemandem vom Glauben erzählen möchte, aber die Angst vor Zurückweisung bremst? Doch solche Situationen sind auch eine Chance. Warum nicht einmal einen ungewöhnlichen Weg beschreiten und ganz anders Zeuge der Liebe Gottes werden?
Dort, wo Jesus Lazarus auferweckt hatte, nahm eine Frau allen Mut zusammen, drang in eine reine Männerrunde ein und salbte Jesus das Haupt. Prompt wurde ihr Handeln ärgerlich kritisiert. Ausgerechnet Judas machte sich zum Sprecher der Jünger (Joh 12,4-5) über die „sinnlose Verschwendung“ für die Liebestat, welche viel Geld kostete, während sein Verrat an Jesus übrigens nur dreißig Silberlinge (also weniger, als das Nardenöl kostete) einbringen würde. Doch diese Frau tat dies aus Dankbarkeit. Sie hatte erkannt, dass Jesus sie vor Gott gerecht machte und ihre Beziehung zum himmlischen Vater durch Jesus heil wurde. Die Liebe zu Jesus machte sie mutig.
Dann wurde es plötzlich ganz still im Raum. Der Sohn Gottes unterbrach die Mutmaßungen seiner Jünger und sagte: „Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie jetzt getan hat.“ (Mk 14,6.9) Nun waren sie irritiert: Was war das Besondere an dieser Tat? Die Frau tat an ihm als Gottes Sohn etwas, das in Israel sonst Hohepriestern und Königen zukam. Vermutlich ermutigte auch Jesus diese Salbung vor seinem Leiden und Sterben sogar.
Wie können wir Jesus etwas Gutes tun? Wie können wir ihn mutig bezeugen? Jesus sagte, als er vom Jüngsten Gericht sprach, dass wir alles, was wir anderen Menschen Gutes tun, automatisch auch ihm tun (Mt 25,40). Lasst uns also immer wieder Gutes tun und so unseren Glauben bezeugen.

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