Andachten

Andacht

Andacht 23.08.2018

26. Juli 2018 | Siegfried Wittwer

Andacht 23.08.2018

Bildnachweis: nild / photocase.de

Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür.

Die Geschichte der Menschheit beginnt gleich auf den ersten Seiten der Bibel mit einem schrecklichen Brudermord. Weil Gott seine Opfergabe nicht angenommen hatte, erschlug Kain aus Neid seinen Bruder Abel, dessen Opfer Gott gefiel. Doch bevor es dazu kam, for-derte Gott Kain auf, fromm zu sein.
Vergeblich, wie wir wissen, denn Kain war ein „schlimmer Finger“ und voll finsterer Gedanken. Sein Opfer war vielleicht nur eine Pflicht-Show gewesen, um Gott oder seine Eltern zufriedenzustellen.
Kain sollte also fromm sein. Doch was meinte Gott damit? Das hebräische Wort (yatab), das hier steht, bedeutet nicht, mit verklärtem Blick und gefalteten Händen herumzulaufen, sondern „sich richtig zu verhalten und sich zu freuen“. Der Fromme ist also kein vertrockneter Asket, der mit gebeugtem Haupt aller Lebensfreude absagt. Nein, er ist ein fröhlicher Mensch, mit offenem Blick, der sich positiv verhält. Das macht uns das Frommsein schon sympathischer. Fröhlich, offen und positiv! Solche Menschen mögen wir. Solche Menschen stehen mitten im Leben.
Ein solcher Mensch sollte auch Kain sein. Aber er wollte es nicht. Deshalb wurde er ein unruhiger und gehetzter Mann, ohne Heimat, Gott und inneren Frieden. Er hätte ein besseres Leben haben können, aber er ging stur seinen Weg.
„Sei fröhlich, offen und positiv. Und verhalte dich richtig.“ Diese Aufforderung Gottes kann auch uns helfen, die Welt und unser Leben nicht länger dunkel und grau zu sehen. Nicht ständig unseren negativen Gefühlen zu folgen: unserem Groll, unserem Ärger, unserer Niedergeschlagenheit. Menschen, die nicht fromm sind - also nicht positiv, offen und fröhlich -, halten lediglich den Schein aufrecht, alles im Griff zu haben. Wirklich glücklich sind sie nicht. Eben deshalb bittet Gott uns, in kritischen Situationen zu uns selbst stopp zu sagen und umzukehren.
Fromme sind also keine weltfremden, versponnenen Tagträumer, fern aller Realität und Vernunft. Nein, sie sind aufrichtig, optimistisch, fröhlich und halten sich an das, was Gott ihnen sagt. Deshalb wissen sie, wo es im Leben langgeht, auch wenn sie mal durch dunkle Tage müssen.

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