Andachten

Andacht

Andacht 03.08.2018

03. August 2018 | Harald Weigt

Andacht 03.08.2018

So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will.

Es gibt Zeiten im Leben eines gläubigen Menschen, in denen er sich von Gott verlassen fühlt, keine Freude am Gebet empfindet, keine Lust hat, die Bibel zu lesen und kein Wirken des Heiligen Geistes in seinem Leben erkennen kann.
Wenn ihm dann noch Bibeltexte einfallen wie: „Doch der HERR verstockte das Herz des Pharao“ (2 Mo 9,12), kann die Angst in ihm aufkommen, dass Gott ihn - vielleicht wegen seiner gebetsarmen Betriebsamkeit und geistlichen Lauheit - verlassen oder fallen gelassen hat. Ist er schon bei Gott abgeschrieben? Hat Gott vielleicht sein Herz verstockt?
Wer so von Gott denkt, der kennt ihn nicht besonders gut. Der barmherzige, liebende Gott, der alle Menschen erretten will (siehe 1 Tim 2,4), der uns durch den Heiligen Geist die Augen dafür öffnet, dass wir einen gnädigen Gott und Erretter brauchen, der sollte bei einigen die Geduld verlieren und seiner eigenen Absicht entgegenarbeiten? Er begleitet uns mit großer Geduld durchs Leben und gibt uns bis zu unserem letzten Atemzug die Chance, als einsichtige Sünder um Vergebung zu bitten.
Aus dem Zeugnis der Bibel geht hervor: Der Mensch verstockt (oder verhärtet) sich selbst. Aber hat Gott nicht das Herz des Pharao verstockt? Ja, das hat er getan, nachdem der Pharao sein Herz selber verstockt hatte. Er war nicht bereit, auf den Gott der Hebräer zu hören.
Beim Pharao ging es nicht um seine persönliche Erlösung, die durch die Verstockung verhindert worden wäre. Es ging darum, dass er als Gegner Gottes zu schwach war. Schon nach der zweiten Plage (Frösche) war er gewillt, die Israeliten ziehen zu lassen. Wie konnten die Völker in Kanaan die Stärke und Macht Jahwes erkennen, wenn dieser nicht seine Macht präsentierte?
Gott ist ein gnädiger und liebender Gott, der keinen zurückstößt, der zu ihm kommt.
Wer sich als gläubiger Mensch so fühlt wie anfangs beschrieben, der ist also nicht verstockt, sondern geistlich matt und glaubensmüde. Er ist immer noch Gottes Kind, wenn auch schläfrig und abgelenkt. Das Erschrecken über diesen Zustand ist ein Zeichen dafür, dass der Heilige Geist ihn gerade wachrüttelt.

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