Andachten

Andacht

Andacht 12.08.2018

12. August 2018 | Matthias Müller

Andacht 12.08.2018

Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan, der HERR?

Die kleine Fanny, sechs Wochen alt, litt an einer ziemlich heftigen Erkältung. Nun hatten sich auch noch ihre Augen entzündet! Die nahezu mittellosen Eltern suchten verzweifelt Hilfe und Rat. Jemand, der angeblich Bescheid wusste, empfahl heiße Umschläge. In der Folge stellten die armen Eltern erschrocken fest, dass ihre kleine Tochter das Augenlicht vollends verloren hatte. Bald starb auch noch der Vater. Nun war die Mutter mit dem kleinen, blinden Mädchen auf sich gestellt.
Mutter und Großmutter lehrten die Kleine zu kämpfen und zu glauben. Sie brachten ihr alles bei, was sie konnten, damit Fanny sich im Leben zurechtfinden und das Leben lieben konnte. Sie lernte ganze Teile der Bibel auswendig und begann mit acht Jahren, Gedichte zu schreiben. Mit 15 kam sie auf eine Blindenschule, wo sie mehrere Instrumente erlernte und Gesangsunterricht bekam. Mit 30 Jahren erlebte sie im Jahre 1850 eine bewusste Bekehrung bei einer Evangelisation in einer Methodistenkirche. Acht Jahre später heiratete sie einen ebenfalls blinden Sänger, der an Vortragsabenden von Dwight Moody auftrat. Sie verloren ihr einziges Kind frühzeitig.
Fanny Crosby schrieb mindestens 8.000 Erweckungslieder und Gedichte. 1844 erschien ihr erster Gedichtband. Sie hielt persönlichen Kontakt zu vielen einflussreichen Persönlichkeiten einschließlich des amerikanischen Präsidenten. Im Jahre 1915 starb sie und gehört nun zu den bedeutendsten Frauen der USA. Zwei ihrer Lieder sind „O Gott, dir sei Ehre (ghs 22) und „Seliges Wissen, Jesus ist mein“ (ghs 450).
Dass eine Frau trotz derart schwieriger Lebensumstände einen solch großen, glaubensfördernden Einfluss auf Menschen haben kann, erstaunt. Ermutigend sind auch ihre Lebenssicht und ihr Glaube. Als im Gespräch jemand bedauerte, dass Gott ihr kein Augenlicht geschenkt habe, antwortete sie: „Wenn man mich bei der Geburt hätte wählen lassen, ich hätte mich dafür entschieden, blind zu sein. Denn wenn ich einmal in den Himmel komme, wird das erste Gesicht, das ich sehe, das Gesicht dessen sein, der für mich gestorben ist.“
Welch eine Hoffnung! Lassen wir uns von dieser Vorfreude anstecken!

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