Andachten

Andacht

Andacht 21.08.2018

21. August 2018 | Manfred Böttcher

Andacht 21.08.2018

Simon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sonst sollten wir gehen? Deine Worte bringen das ewige Leben. Wir glauben und wissen, dass du der bist, in dem Gott uns begegnet.“

Wahrscheinlich war es ein Pilgerzug auf dem Weg zum Passahfest nach Jerusalem, der Rast gemacht hatte. Stundenlang hatten die Menschen Jesus zugehört und danach das Wunder der Speisung erlebt. Jesus war für sie der richtige Mann und potenzielle König. Viele kamen am nächsten Tag in die Synagoge zu Kapernaum, um ihn erneut zu hören. Seine Kernaussage lautete: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Mit ,Leben' meinte Jesus mehr als die bloße Existenz. Er forderte dazu auf, mit ihm ein neues Verhältnis zu Gott zu wagen: ein Leben im Vertrauen auf Gott, das nach den Worten von Jesus allein durch ihn verwirklicht werden konnte. Dies ging jedoch vielen, die Jesus zuhörten, zu weit. Sie schätzten ihn zwar, wollten sich aber nicht von ihm abhängig machen.
Das ist bis heute so! Ein bisschen Jesus, das reicht vielen aus. Mit Jesus gibt es jedoch keine Halbheiten. Er, der sich in dem Opfer am Kreuz zu uns bekannt hat, möchte deshalb eine klare Entscheidung. Die hat jeder selbst zu treffen, und es darf dabei keinerlei Druck ausgeübt werden. Jesus ließ seinen Jüngern damals völlige Freiheit, sich zu entscheiden. Er versuchte sie nicht zu überreden: „Wollt ihr etwa auch weggehen?“ Weggehen oder bleiben - diese Entscheidung konnte ihnen jedoch niemand abnehmen.
Gott ist Liebe. Liebe wirbt, aber nötigt nicht. Daraus ergibt sich: In Sachen des Glaubens ist jedem zu jeder Zeit volle Freiheit zu gewähren. Leider ist das oft missachtet worden. Selbst da, wo wir jemanden offenen Auges in sein Unglück rennen sehen, sollen wir zwar warnen und beten, niemals jedoch zwingen. Jesus will nicht, dass seine Nachfolger untereinander oder anderen gegenüber in irgendeiner Weise moralischen Druck ausüben. Gott gibt jedem die Chance und ermutigt dazu, das Experiment des Glaubens zu wagen. Wer aber sein Angebot ablehnt, der weist das Wichtigste zurück: das gegenwärtige Leben mit Jesus und das zukünftige ewige Heil.
Der gläubige französische Philosoph Blaise Pascal (1623-1662) schrieb: „Gott gibt uns so viel Licht, dass, wer glauben will, glauben kann. Und er lässt so viel im Dunkeln, dass, wer nicht glauben will, nicht glauben muss.“

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