Andachten

Andacht

Andacht 24.08.2018

24. August 2018 | Martina Siefert

Andacht 24.08.2018

Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und Gemeinschaft mit ihm haben.

Die kleine Bonnie ist verzweifelt. Sie kann den Trick einfach nicht durchschauen, den ihre Mutter so spielerisch benutzt: Ohne erkennbaren Auslöser geht diese in unregelmäßigen Abständen an die Haustür und jedes Mal, wenn sie sie öffnet, steht jemand davor, wird begrüßt und eingelassen. Immer wieder versucht Bonnie es selbst. Sie wünscht sich ganz fest, dass jemand sie besuchen käme und sieht dann vor der Haustüre nach. Doch ohne Erfolg. Wie macht die Mutter das nur?
Bonnie Poitras Tucker wächst als gehörloses Kind auf und erzählt in ihrem Buch „Das Geräusch von fallendem Schnee“, wie ihr erst nach und nach ihre Andersartigkeit im Vergleich zu hörenden Menschen bewusst wird.
Im obigen Bibeltext wird Jesus als Besucher vor unserer Tür beschrieben. Im Gegensatz zur kleinen Bonnie haben wir generell die Fähigkeit, sein Klopfen zu hören. Trotzdem gibt es auch in unserem Leben Umstände, die uns taub gegen die Bitte um Einlass in unser Herz machen können: Mancher Zeitvertreib dröhnt laut in unserer Wohnung oder unserem Kopf, sodass ein sanftes Klopfen keine Chance hat, Gehör zu finden. Ein anderer hört das Klopfen vielleicht und sagt sich: „Oh, jetzt passt es mir gerade gar nicht. Ich will erst noch diesen Film zu Ende schauen/habe gerade so viel zu tun/bin jetzt wirklich zu müde. Ein andermal gibt es sicher eine bessere Gelegenheit. Bestimmt probiert Jesus es später noch mal.“ Ähnliche Beispiele, die davon erzählen, wie Jesus hier und da vergeblich bei uns angeklopft hat, könnte wohl mancher von uns erzählen.
Bonnie Tucker hätte als Kind sicher einiges dafür gegeben, ebenso wie ihre Mutter wahrnehmen zu können, wenn ein Gast um Einlass bittet. Wahrscheinlich wäre es ihr schwergefallen zu verstehen, wie einem diese Gabe so selbstverständlich erscheinen kann, dass man zeitweise keinen Gebrauch mehr davon macht. Mich erinnert dieses Bild daran, dass ich aufmerksam auf die Kontaktversuche von Jesus reagieren will. Dass ich ihn als willkommenen Besucher in mein Herz einlassen und zum Bleiben ermutigen will.

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