Andachten

Andacht

Andacht 28.08.2018

28. August 2018 | Jürgen Weller

Andacht 28.08.2018

Bildnachweis: Rina H. / photocase.de

Ich habe den guten Kampf gekämpft.

Zu gerne war ich im Kindesalter mit Gleichaltrigen im Wettstreit. Bei Ballsportarten, im Tischtennis, in der Leichtathletik und im Schach gewann ich Urkunden und Medaillen. Zwar habe ich nicht in jedem Wettbewerb gut abgeschnitten, aber gut gekämpft habe ich eigentlich immer. Liebend gern habe ich gewonnen, denn Sieger sind oft von Bewunderern umringt, stehen im Mittelpunkt und genießen Aufmerksamkeit. Auch wenn es dabei nicht ums große Geld geht, ist der Erfolg faszinierend. Gewinnen ist deshalb attraktiv. Jeder wünscht sich irgendein Talent mit dazugehörigem „Sieger-Gen“.
Beim Spielen mit meiner Enkelin habe ich eine ganz neue Seite an mir entdeckt: Ich verliere auf einmal gern. Damit sie es nicht merkt, würfle ich nun mit einem kleinen Trick von damals gegen mich und setze zum Beispiel beim „Mensch ärgere Dich nicht“ strategisch unklug.
Paulus redet von zwei Dingen, die scheinbar nicht zusammenpassen - von Kampf und Gnade. Er berichtet, wie Jesus den Kampf seines Lebens führte, um als Verlierer dazustehen. Er hat, sportlich gesehen, um Hohn und Spott gebettelt. Und genau das war der Sieg - ein Sieg hinter den Kulissen. Damit erschuf er die Gnade für uns. Genauso wie Paulus brauchen wir Gnade, um Sieger zu werden. Er kämpfte nach den Regeln von Jesus. Und wie sahen die aus? Gewinne nicht um jeden Preis, übe Rücksicht und akzeptiere auch Misserfolge.
Wie schafft man so etwas? Durch die Liebe! Weil ich meine Enkelin liebe, freue ich mich über ihren Sieg. Freilich lasse ich sie nicht ständig gewinnen. Einmal durfte sie am Rande der Regel ein zweites Mal würfeln. Das war Gnade. Obwohl sie noch nicht mal sechs Jahre alt war, bemerkte sie das und sagte mir hinterher: „Eigentlich habe ich gar nicht gewonnen.“
In diesem Moment begriff ich, wie sehr es bei der Gnade um mich geht. Jesus überlässt mir seinen sicheren Sieg. Weder mein Bibelwissen noch meine Bemühungen um Gehorsam oder meine guten Werke retten mich, sondern allein die Gnade Jesu.
Meiner Enkelin gefiel das schon, dass ich einmal nicht gesetzlich, sondern gnädig war. Gnade gewähren macht sympathisch - probiere es heute einfach mal aus.

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