Andachten

Andacht

Andacht 29.08.2018

29. August 2018 | Gerhard Wagner

Andacht 29.08.2018

Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. Lukas 15,1-2

Welcher Redner hat sich nicht schon gewünscht, dass die Menschen sich darum reißen, ihn zu hören?
Die Randgruppen zur Zeit von Jesus, die Zöllner und Sünder, waren von ihren Leitern enttäuscht. Von Jesus hingegen fühlten sie sich verstanden, er nahm sich Zeit für sie und hörte ihnen zu. Er heilte sie von Krankheiten und nahm sich ihrer Sorgen an. Jesus erzählte viele verständliche Geschichten und wollte alle zur persönlichen Nachfolge und zum Glauben an Gott führen. Als Jesus einmal viele Menschen nachfolgten, drehte er sich um und sagte ihnen, dass er selbst in ihrem Leben der Erste vor allen Freunden und der Familie sein wolle (siehe Lk 14,25-27).
Dieser Bericht des Lukas löst bei mir Fragen aus. Ich kenne niemanden, der von seinen Mitmenschen erwartet, ihn wichtiger zu nehmen als alles andere. Dass sich die Randgruppen der Gesellschaft in der Gegenwart von Jesus wohlfühlten und Hoffnung für ihr Leben schöpften, muss an seiner göttlichen Autorität gelegen haben. Dass andererseits die Frommen jener Tage sich gegen Jesus wandten, hat damit zu tun, dass er ihre Bibelauslegung oft als „unbiblisch“ entlarvte.
Was würde Jesus heute predigen? Wer würde sich zu ihm hingezogen fühlen? Wie würde ich selbst auf seine Theologie reagieren? Wäre ich bereit, Familie und Beruf, Stellung in der Gesellschaft und Anerkennung aufzugeben, um Jesus nachzufolgen? Wer säße Jesus heute zu Füßen? Die „anderen“, die Flüchtlinge, die Gestrandeten, die Benachteiligten, die Muslime, ich selbst? Solche Fragen kann nur jeder für sich persönlich beantworten.
Zweierlei wurde mir wichtig: Menschen am Rande der Gesellschaft nahmen das Wort von Jesus an. Aber auch viele Intellektuelle glaubten damals und glauben heute an Jesus. Er freut sich über jeden, der sich ihm anvertraut. Wie kann ich Jesus so darstellen, dass Menschen ihn lieben lernen und ihm folgen wollen?
Und: Gott denkt und urteilt über die Welt oft anders als ich. Deshalb will ich mich an seinem Wort orientieren, ihn lieben und mich seiner Führung anvertrauen. Jesus weiß auf jeden Fall viel besser als ich, wie das Leben gelingt.

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