Andachten

Andacht

Andacht 31.08.2018

31. August 2018 | Rinaldo G. Chiriac

Andacht 31.08.2018

Bei dieser Gelegenheit fragten sie ihn: „Herr, wirst du jetzt Israel wieder zu einem freien und mächtigen Reich machen?“ Darauf antwortete Jesus: „Die Zeit dafür hat allein Gott der Vater bestimmt. Euch steht es nicht zu, das zu wissen.“

Versetzen wir uns in die Lage derjenigen, die vor 2.000 Jahren in Palästina lebten. Man träumte von einem apokalyptischen Krieg, dem Ende der römischen Besatzung und der von Israel ausgehenden Weltherrschaft. Obwohl Jesus für sich beanspruchte, der verheißene Retter zu sein, und sich oft genug auch zu politischen Themen äußerte, entzog er sich diesen Erwartungen. Dazu war er nicht gekommen.
Auch seine Anhänger hofften, der Messias möge „seinem“ Staat zu altem Glanz verhelfen. Noch am Ende der gemeinsamen Zeit, unmittelbar vor seiner Himmelfahrt, fragten sie ihn nach einem Königreich auf jüdischem Boden. Und erneut musste Christus die Jünger enttäuschen und den Blick auf sich und seine Absichten korrigieren.
Leider hatten die Jahre, in denen sie ihm gelauscht und von ihm gelernt hatten, ihre Überzeugungen nicht allzu sehr geprägt. Sie besaßen konkrete Vorstellungen, welchen Zielen sich der Messias verschreiben würde. Und beinahe konnte nicht einmal der Messias selbst diese Ideen erschüttern!
Wenn sich sogar seine Schüler in Jesus täuschten, kann das auch mir passieren. Vielleicht habe auch ich Konzepte ungeprüft von anderen übernommen - von geistlichen Vorbildern, von der Mehrheit oder von den Generationen vor mir. Vielleicht ist mir nie aufgefallen, wie leicht ich Argumente übergehe, die meiner Sichtweise widersprechen. Vielleicht verehre ich einen Gott, den ich mir nur zurechtgelegt habe.
Auf die Fragen „Wer ist Jesus?“ und „Wie ist Jesus?“ gibt es eine nicht zu überblickende Ansammlung von Antworten. Der Theologe Hans Küng verglich diese Antworten mit Fotografien: Einige wurden retuschiert und das ursprüngliche Motiv lässt sich kaum noch erkennen.
Daher lohnt es sich, unsere Entwürfe beiseitezuschieben und die Lektüre der Bibel ohne diesen Ballast zu erleben. Als neugierige, ergebnisoffene Leser werden wir Jesus neu entdecken und neu lieben lernen.

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