Andachten

Andacht

Andacht 05.09.2018

05. September 2018 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 05.09.2018

Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?

Eines Morgens, als ich den Berg der Aufgaben bereits physisch auf meinen Schultern spürte und den Herrn um ein aufbauendes Wort bat, las ich im kleinen Fastenwegweiser Wandeln (Verein Andere Zeiten, Hamburg) ein kurzes Gleichnis:
„Zwei angehende Engel bewarben sich um eine Anstellung im Himmel. , Schaut einmal hinunter auf die Erde‘, sagte der liebe Gott, ,seht ihr diese beiden Halme?' Die Halme waren geknickt. ,Wenn ihr Engel sein wollt, dann richtet sie wieder auf.' Etwas ratlos sahen die beiden Englein sich an. Nach einer längeren Pause fragten sie: ,Was für Hilfsmittel haben wir?' - ,Die ganze Welt steht euch zur Verfügung', antwortete Gott.“
Die Autorin Sabine Niemeyer schreibt dazu: „Der Erste begann mit Engelszungen zu reden. Er lockte, drohte, schmeichelte, scherzte, tröstete, argumentierte, dozierte - doch es half alles nichts. Sein Halm blieb geknickt. ,Keine Chance', winkte er ab, ,er will nicht, ich habe alles versucht.' Aber der andere lieh sich die Wärme der Sonne, und ihre Strahlen richteten den Halm auf. Ganz ohne Mühe.“
Eine Lektion in Mühelosigkeit, das ist genau die Botschaft, die ich brauche. Wie sehr mühe ich mich, meine Aufgaben zu meistern. Wie schwer drücken mich meine Lasten. Wie nutzlos strample ich mich ab im Hamsterrad des Alltags. Und ich vergesse: Es sind die göttlichen Strahlen, die in mein Dasein hineinleuchten, die Menschen berühren und wärmen.
Der Evangelist Matthäus ist keineswegs naiv und realitätsfern, wenn er uns ermutigt: „Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet.“ (V. 25) Auch er weiß, wie mühevoll das Leben oft ist, doch er möchte unsere Perspektive durch den „Faktor“ Gottvertrauen erweitern: „Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?“ (V. 30) „Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.“ (V. 32)
Gott schickt mir ein Stück Mühelosigkeit in meinen Alltag. Ich darf sie voll Freude annehmen.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden