Andachten

Andacht

Andacht 11.09.2018

11. September 2018 | Roland Nickel

Andacht 11.09.2018

Nach dieser Rede wandten sich viele, die ihm gefolgt waren, von Jesus ab und gingen nicht mehr mit ihm. Da fragte Jesus seine zwölf Jünger: „Wollt ihr auch weggehen und mich verlassen?“

Ich kann mich noch gut an den Wahlkampf von Barack Obama, dem ehemaligen US-Präsidenten, im Jahr 2008 erinnern. „Yes We Can“, „Ja, wir schaffen das“, war der Slogan seiner Kampagne. Er wollte Aufbruchstimmung und Optimismus vermitteln, die verkrus-teten Strukturen durchbrechen. Er hatte Großes vor. Die Menschen wählten ihn, die Erwartungen waren riesig. Schon bald aber zeigte sich, dass es im politischen Alltag nicht so einfach war, die vielen Ideen in konkrete Politik umzusetzen. Die Euphorie ebbte ab, manche bezeichneten ihn im Laufe seiner Amtszeit sogar als „lahme Ente“. Er konnte die Erwartungen nicht erfüllen.
Ähnlich schien es bei Jesus gewesen zu sein. „Die Jesusbewegung boomt. In Scharen laufen die Menschen Jesus nach. Er verwandelt Wasser in Wein. Er heilt unzählige Kranke. Er macht tausende satt. Was für ein Mann. Seine Anhängerschaft wächst.“ (Andrea Eißler, Und doch bei dir geborgen, SCM-Verlag) Sie wollten ihn sogar zum König machen, damit er sie endlich von der Macht der Römer befreite (Joh 6,15).
Dann hielt Jesus seine Rede über Leiden und Sterben. Da konnten viele nicht mehr mitgehen und sagten: „Das ist eine Zumutung! Wer will sich so etwas anhören?“ (V. 60 Hfa) Sie waren enttäuscht, er war wohl doch nicht der, den viele erwartet hatten. So bröckelte die Euphorie, die Enttäuschung nahm zu, viele wandten sich ab. Jesus spürte das und fragte schließlich seine Jünger: „Wollt ihr auch weggehen?“
Vielleicht geht es dir manchmal so. Wenn die Euphorie des Glaubens abgeebbt ist, wenn sich Alltagsschwierigkeiten einschleichen oder dich Schicksalsschläge treffen und du dich fragst: „Wo ist Gott jetzt in dieser Situation?“ Vielleicht zweifelst du, ob dieser Glaube an Jesus noch etwas für dich ist oder ob du „aufs falsche Pferd“ gesetzt hast. Wenn das so ist, dann möchte ich dich ermutigen, trotz allem in das Bekenntnis des Petrus einzustimmen: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ (V. 68)

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