Andachten

Andacht

Andacht 04.10.2018

04. Oktober 2018 | Roland E. Fischer

Andacht 04.10.2018

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Wahrlich, ich [Jesus] sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.

Ein großes, ein herausforderndes Wort von Jesus. Paulus greift es später auf, wenn er vom Glauben spricht, der Berge versetzt (1 Kor 13,2). Will Jesus damit sagen, dass dem Glaubenden alles möglich ist? Wie groß muss dann mein Glaube sein, dass er sogar gewaltige Berge bewegen kann?
Eine indische Fabel erzählt: Zwei Tauben sitzen auf einem Baum. Die eine Taube klagt: „Unser letztes Stündlein hat geschlagen. Dort unten steht ein Schütze, der schon mit Pfeil und Bogen auf uns zielt. Und über uns kreist ein blutdürstiger Falke. Wir sind verloren.“ Darauf erwidert die andere Taube: „Warum sorgst du dich so? Wenn Gott uns hilft, werden berghohe Nöte klein wie Strohhälmchen.“ In diesem Augenblick biss eine Schlange den Bogenschützen in die Ferse. Er verriss den Bogen und der Pfeil durchbohrte den Falken. Die beiden Tauben aber flogen fröhlich davon.
Es ist eigentlich gar nicht unser Glaube, der das schier Unmögliche vollbringen kann, sondern es ist Gott, dem „kein Ding unmöglich“ ist. Diesem allmächtigen Gott vertraut der Glaube, ihm traut er zu, dass er Großes vollbringen kann. Deshalb kommt es auch nicht auf die Größe oder Stärke unseres Glaubens an. Jesus betont, dass Glaube in der Größe eines Senfkorns ausreicht. Ein Senfkorn ist ein sehr kleiner Same, der aber viel Kraft in sich hat und sich zu einer großen Staude entwickeln kann. Entscheidend ist also die Kraft, die darin liegt, dass sie Gott Großes zutraut.
Ein solches Gottvertrauen, ein solcher Glaube erhebt sich über die Niederungen und Wirrungen des Lebens mit seinen Sorgen und Problemen. Der deutsche Lyriker Eugen Roth hat es in einem Gedicht so ausgedrückt:
Ein Mensch denkt logisch, Schritt für Schritt.
Jedoch, er kommt nicht weit damit.
Ein andrer Mensch ist besser dran:
Er fängt ganz schlicht zu glauben an.
Im Staube bleibt Verstand oft liegen -
Der Glaube aber kann auch fliegen.
Ein Glaube, der fliegen kann, kann vielleicht deshalb Berge versetzen, weil die Berge von oben betrachtet gar keine mehr sind.

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