Andachten

Andacht

Andacht 07.10.2018

07. Oktober 2018 | Joachim Hildebrandt

Andacht 07.10.2018

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind.

Nach dem Amen des Vaterunsers fügt Jesus noch eine Erklärung zur Vergebung hinzu: „Wenn ihr denen vergebt, die euch Böses angetan haben, wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben, wird euer Vater euch auch nicht vergeben.“ (Mt 6,14-15 NLB)
Vergebung ist ein sehr wichtiges Thema im Neuen Testament - vielleicht auch deshalb, weil uns das Vergeben immer wieder schwerfällt. „Menschen sind von Natur aus nachtragend. Negative Erfahrungen prägen sich besser ein als positive. Ein Beziehungsforscher hat ermittelt, dass eine Kritik fünf Komplimente aufwiegt, und eine Misshandlung schwerer wiegt als tausend Küsse. Bei besonders furchtbaren Erlebnissen sichert das Gehirn seine Funktionsfähigkeit, indem es die Erinnerungen ins Unterbewusstsein abschiebt. Dort können sie ungestört noch unkontrollierbarer wuchern.“ (Markus Spieker, Um das Böse zu besiegen, muss man es begreifen, adeo 2003)
Gott möchte, dass wir vergeben - aus drei Gründen: zunächst um unseretwillen. Unvergebene Schuld ist eine schwere Last. Sie stört oder zerstört unsere Beziehungen untereinander und auch zu Gott. Von Herzen vergeben (Mt 18,35) befähigt uns, das größte aller Gebote zu praktizieren: Gott und unseren Nächsten lieben. Das gilt selbst dann, wenn der Schuldige nicht um Vergebung bittet. Jesus hat am Kreuz für die Übeltäter gebetet: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,34)
Dann auch um des Schuldigen willen. In der Gemeinde Korinth hatte ein Bruder böse Verdächtigungen gegen Paulus geäußert und damit auch den Gemeindefrieden gestört. Daraufhin schreibt Paulus: „Nun ist es an der Zeit, ihm zu vergeben ... Er könnte sonst so entmutigt werden, dass er sich nicht mehr davon erholt.“ (2 Kor 2,7 NLB) Auch dem Schuldigen fällt eine Last vom Herzen, wenn ihm vergeben wird.
Und drittens, „damit der Satan uns nicht überlistet. Schließlich kennen wir seine Fallen und Tricks nur zu gut.“ (2 Kor 2,11) Aus eigener Kraft schaffen wir es nicht, aber der Heilige Geist schenkt sie uns. Seine Frucht ist „Liebe ... Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte ... Sanftmut“ (Gal 5,22-23). Das können wir auch für uns in Anspruch nehmen.

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