Andachten

Andacht

Andacht 09.10.2018

09. Oktober 2018 | Thomas Lobitz

Andacht 09.10.2018

Bildnachweis: mathias the dread / photocase.de

Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob - darauf seid bedacht!

Anfangs dachte ich an einen Aprilscherz, als ich am 1. April des vergangenen Jahres eine Zeitungsmeldung las, die zusammengefasst so lautete: Der Computergigant Microsoft forschte gerade auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und hatte einen Chatbot namens Tay entwickelt. Chatbots sind Software-Roboter, ausgestattet mit einer gewissen künstlichen Intelligenz, die in sozialen Medien, in diesem Fall auf Twitter, mit Nutzern in Kontakt treten sollen. Bei Tay handelte es sich um eine lernfähige Maschine, die immer klüger werden sollte, je mehr sie mit Menschen kommunizierte. Das Ergebnis war niederschmetternd: Innerhalb kürzester Zeit gab Tay nur noch Gehässigkeiten von sich. Eilig wurde das Experiment abgebrochen.
Experten begründeten das Ergebnis damit, dass man Tay auf die Menschen losgelassen hatte, ohne zuvor einige grundlegende Werte programmiert zu haben. Er sollte einfach nur so viel wie möglich von den Menschen lernen, ohne das Gelernte anhand bestimmter Maßstäbe (Metaregeln) zu bewerten. Laien würden von fehlender Moral sprechen.
Dieses Untersuchungsergebnis unterstreicht die Wirkung von Eindrücken und die Bedeutung von Wertmaßstäben. Es bestätigt die obige Aussage des Paulus auf erstaunliche Weise. Auch Menschen laufen Gefahr, Eindrücke unbewusst zu übernehmen, die dann ihr Denken und Handeln beeinflussen. Es ist offenbar nicht egal, womit wir uns beschäftigen.
Paulus rät, sich positiven Einflüssen auszusetzen. Im größeren Zusammenhang geht es in diesem Abschnitt des Philipperbriefes um den Frieden und die Freude, die wir durch Gott empfangen. Offenbar wirken negative Eindrücke - aufgenommen beispielsweise durch fragwürdige Lektüre oder Filme, abfälliges Reden über andere Menschen, Chatdiskussionen voller Verunglimpfungen oder Beleidigungen - dem Frieden Gottes und der Lebensfreude entgegen.
Das Gegenmittel liegt auf der Hand und ist einfach anzuwenden: Freundlichkeit, eine passende Auswahl von Lesestoff und Filmen, eine positive Grundhaltung anderen Menschen gegenüber sowie Fairness und Akzeptanz.

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