Andachten

Andacht

Andacht 22.10.2018

22. Oktober 2018 | Manfred Böttcher

Andacht 22.10.2018

Bildnachweis: view7 / photocase.de

Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen.

Die Gründungsväter Friedensaus ließen beim Bau des Hauptgebäudes am Nordgiebel die Worte anbringen: „Der Herr kommt!“ Seitdem sind mehr als 110 Jahre vergangen. Wie lange müssen wir noch warten?
Jesus hat seinen Nachfolgern versichert, dass er wiederkommen wird, um sie zu sich zu nehmen und ewige Gemeinschaft mit ihnen zu haben. Mehrfach hat er aber darauf hingewiesen, dass ihnen der Zeitpunkt seines Kommens nicht bekannt sein werde: „Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“ (Lk 12,40) Jeder Versuch, auch nur annähernd den Zeitpunkt seines Kommens zu bestimmen, läuft ins Leere.
Es fällt auf, dass Jesus in Verbindung mit seinem Kommen lediglich die zweite und dritte Nachtwache erwähnt (siehe V. 38), obwohl es damals vier gab. Wollte er damit sagen, er werde nicht so bald kommen, wie es viele erwarten, aber auch nicht so spät, wie es manche denken mögen? Jesus wird gerade dann wiederkommen, wenn die Gemeinde am wenigsten damit rechnet.
Untrennbar gehört zu seinem ersten Kommen vor 2.000 Jahren seine Wiederkunft. Er möchte, dass seine Nachfolger zu allen Zeiten sein Kommen erwarten, ohne nachzurechnen. Nicht die Aktivitäten seiner Gemeinde bestimmen das Wann seines Kommens (siehe Offb 14,14 ff.), sondern allein Gottes souveräne Entscheidung.
Für unser Heil hat der Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu keinerlei Bedeutung, wohl aber unser Bereitsein. Worin besteht rechtes Tun im Warten auf sein Kommen? Treu und zuverlässig in der Verantwortung vor Gott unsere Arbeit zu verrichten, dort wo uns Jesus hingestellt hat. Die Erwartung des Herrn macht unser Tun nicht unwichtig. Es bekommt gerade von ihm her Sinn, weil er uns in die Verantwortung gestellt hat. „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu.“ (Lk 16,10) Weil unser Leben durch Christus Ziel und Inhalt bekommen hat, liegt es auf der Hand, anderen zu bekennen, was uns Jesus schon jetzt bedeutet und dass wir uns auf sein Kommen freuen.
„Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und ... ihnen dienen.“ Das ist das Zeichen seiner Liebe für alle, die auf ihn warten.

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