Andachten

Andacht

Andacht 19.12.2018

19. Dezember 2018 | Egon Schramm

Andacht 19.12.2018

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

In dieser Zeit befahl Kaiser Augustus, alle Bewohner des römischen Reiches in Listen einzutragen. Jeder musste in seine Heimatstadt gehen, um sich dort eintragen zu lassen.

Es herrschte vermutlich große Aufregung in Nazareth, als der Kurier des Kaisers der Bevölkerung den Befehl mitteilte, sich in ihrem Geburtsort zur Schätzung eintragen zu lassen. Da Josef aus Bethlehem stammte, galt es für ihn, mit seiner Frau dorthin zu reisen.
Sicherlich wird er über diese Verordnung nicht begeistert gewesen sein. Sein Glaube wurde erneut auf eine harte Probe gestellt. Erst musste er mit der unglaublichen Nachricht fertigwerden, dass Maria ein Kind bekommen würde, das durch den Heiligen Geist gezeugt wurde. Welcher Mann glaubt denn solch einer Nachricht? Josef war dabei, sich von Maria, seiner Verlobten, zu trennen, weil er davon ausging, dass sie fremdgegangen war. Gott verhinderte dies durch einen Traum, in dem er Marias Aussage bestätigte. Weil er Gott vertraute blieb Josef bei ihr.
Nun kam wieder ein unverständliches Ereignis auf ihn zu. Musste die Verordnung des Kaisers gerade jetzt kommen, wo Maria kurz vor ihrer Niederkunft stand? Warum ließ Gott das zu?
Den Eheleuten blieb nichts anderes übrig, als sich auf die beschwerliche Reise zu machen. Ob sie ein erschwingliches Transportmittel hatten, wird nicht berichtet. Da das Land bergig war, werden sie etwa eine Woche unterwegs gewesen sein. Welche Gedanken mögen den beiden durch den Kopf gegangen sein? Muss Gottes Sohn unter derart widrigen Umständen geboren werden? Oder war es gar nicht Gottes Wille? Der Kaiser kann doch nicht mächtiger sein als Gott!
Ich weiß nicht, ob Josef sich an die Verheißung des Propheten Micha erinnerte, der davon schrieb, dass aus Bethlehem derjenige kommen sollte, der in Israel Herr sei. Hinter der Verordnung des Kaisers stand der Wille Gottes. Gerade zu dieser Zeit musste der Befehl ergehen.
Es gibt viel Unverständliches im Leben. Und angesichts der Grausamkeiten in der Welt möchte man manchmal hinausschreien: „Gott, wo bleibt deine Macht?“ Der Herr antwortet durch den Propheten Jesaja (55,8): „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken.“ Gott schenke uns täglich Vertrauen in diese Tatsache!

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden